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25.8.2010 - Inbetriebnahme des grössten Solarparks der Schweiz
24.8.2010 - Nouveau système exoplanétaire identifié
23.8.2010 - Cells changing track: thymus cells transform into skin cells
20.8.2010 - Médaille Fields et marc de café
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26.7.2010 - Sünde und Strafe
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21.7.2010 - Infektionen bei Implantaten verhindern
19.7.2010 - Quasar mit Gravitationslinseneffekt entdeckt
13.7.2010 - Weniger Ertrag von gentechnisch verändertem Weizen
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1.7.2010 - Alcedo rettet Verschüttete
30.6.2010 - Biotreibstoffe der 2. Generation
26.6.2010 - Blinde Mäuse erlangen Sehvermögen zurück
24.6.2010 - Artenschwund in Bächen und Seen
20.6.2010 - Nanodrähte für die Elektronik der Zukunft
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Intelligenzfördernde Nuggis
Neuigkeiten aus dem Labor 2009
29.12.2009 - Updated: Löhne in der Schweiz
23.12.2009 - Weihnachten feiern mit Verwandten
20.12.2009 - Schweizer Private Banking trotzt der Finanzkrise
17.12.2009 - Astronomers find world with inhospitable atmosphere
16.12.2009 - Können verletzte Nerven wieder wachsen?
14.12.2009 - Leistungsstärkere und umweltfreundlichere Computer
9.12.2009 - Testosteron macht nicht agressiv
3.12.2009 - Passivrauchen kostet jährlich 420 Mio. Franken
2.12.2009 - Schnelltest für Nachhaltigkeit von Biotreibstoffen
1.12.2009 - LHC sets new world record
27.11.2009 - Krieg der Pilze
26.11.2009 - Alzheimer-Demenz: Wichtiger Mechanismus entschlüsselt
20.11.2009 - Polymer mit Honigwabenstruktur
18.11.2009 - Gibt es eine optimale Verschuldung?
11.11.2009 - Schwebende Eisenbahnen
6.11.2009 - Im Heissluftballon über den Kilimanjaro
4.11.2009 - Die Geschichte des Menschen und der Lepra sind eng verknüpft
30.10.2009 - My office is my castle
29.10.2009 - Auswirkungen von Gerüchen auf die Gefühlswelt
25.10.2009 - Stresshormone im Mutterleib wirken auf den Nachwuchs
15.10.2009 - Lien surprenant entre le sommeil et l'addiction
14.10.2009 - Gefühle steuern unser Gedächtnis
7.10.2009 - Doppelleben der Nervenzellen in der Retina
5.10.2009 - Seen auf den Grund gehen
2.10.2009 - Funkchips im Abfall
30.9.2009 - «sonRAIL» nimmt sein operatives Geschäft auf
24.9.2009 - SwissCube im All unterwegs
17.9.2009 - Nouvelle méthode de traitement de cancers?
16.9.2009 - Exoplanète de type super-terre
9.9.2009 - Biotech-Geige übertrifft Stradivari
9.9.2009 - Nouvelles perspectives contre le sida
7.9.2009 - Funktion für mikroskopisches Röhrensystem geklärt
2.9.2009 - Ein Molekül gegen Diabetes und Übergewicht
27.8.2009 - Meilleur diagnostic de la maladie du sommeil
25.8.2009 - Biotech-Stradivari auf Tournee
24.8.2009 - Kein eindeutiger Effekt von SODIS
21.8.2009 - Verstörende Ideen
19.8.2009 - Politische Kartographie im Mittelalter
17.8.2009 - Auch der Mond verwittert
12.8.2009 - Den Wein vor dem Trinken loben
11.8.2009 - L'appel odorant a pu être restauré
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5.8.2009 - Neues zum Vergiftungsfall Juschtschenko
3.8.2009 - Question en suspens: l’expression des gènes
30.7.2009 - Funktionsweise der Gyrasehemmer beschrieben
29.7.2009 - Gemeinsame Grabungen im Elsass
28.7.2009 - Geburtsort wirkt sich auf Herz und Gefässe aus
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22.7.2009 - SwissCube verlässt die Schweiz
20.7.2009 - Puppen, die für uns Sport treiben
17.7.2009 - Nano-Schichten mit steuerbaren Eigenschaften
13.7.2009 - Abus et rechutes
6.7.2009 - La physique du secret
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2.7.2009 - Les secrets de l'hypnose révélés
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30.6.2009 - Hoffnung auf neue Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen
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17.6.2009 - Auf der Spur von allergischen Reaktionen
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8.6.2009 - Verbreitung der Alzheimerkrankheit im Gehirn
4.6.2009 - Instructions en filigrane dans notre code génétique
3.6.2009 - Die Architektur des Golferhirns
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26.5.2009 - Immunabwehr in der Leber
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15.5.2009 - Theoretisch Unmögliches
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13.5.2009 - Nanny-Dienste bei Buntbarschen
8.5.2009 - Wirkung von Natalizumab belegt
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Auf der Spur von allergischen Reaktionen

Forschende am Departement Biomedizin der Universität Basel sind den Mechanismen von allergischen Reaktionen auf der Spur: Sie haben erstmals gezeigt, dass Signal-Lipide in der Membran von Mastzellen genau platziert werden müssen, damit Histamin freigesetzt wird. Ihre Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis der Vorgänge, die auch bei Entzündung und Krebs eine Rolle spielen.

Bei Allergieerkrankungen wie Heuschnupfen oder dem anaphylaktischen Schock, ausgelöst durch Bienengift, sind sogenannte Mastzellen beteiligt. Diese tragen einen Rezeptor auf ihrer Oberfläche, der durch den Antikörper Immunoglobulin E und Allergen aktiviert wird. Als Folge davon werden an der Innenseite der Zellmembran Signalmoleküle konzentriert. Diese wiederum stellen Verankerungspunkte für bestimmte Enzyme bereit, die fettartige Lipide, genauer Phosphoinositide, umsetzen. Diese Enzyme, PI3-Kinasen (PI3K) genannt, bilden ein negativ geladenes Lipid, das nur in der Zellmembran der Mastzelle vorkommt: Es entsteht das Lipid PIP3, ohne welches kein Histamin freigesetzt wird.

Wie Thomas Bohnacker in der Forschungsgruppe von Prof. Matthias Wymann am Departement Biomedizin der Universität Basel zeigte, genügt es nicht einfach, PIP3 zu produzieren – dieses Signal-Lipid muss in der Mastzellmembran auch richtig lokalisiert werden. Dafür ist normalerweise das Adaptorprotein p84 zuständig, welches das Enzym PI3K, das PIP3 produziert, in eine spezielle Domäne der Membran bringt. In anderen Zellen, etwa den Lymphozyten des Immunsystems, übernimmt dies ein anderes Adaptorprotein, nämlich p101. Biochemisch verhalten sich p84 und p101 identisch. Wird nun aber das Adaptorprotein p101 in Mastzellen gebracht, wird zwar noch immer PIP3 produziert, doch die Freisetzung von Histamin bleibt aus. Den Grund für die unterschiedlichen Aktivitäten der beiden Enzymkomplexe mit den verschiedenen Adaptorproteinen konnten die Basler Forscher schliesslich mit fluoreszenten Proben sichtbar machen: Während PIP3 aus dem Enzymkomplex mit p84 in der Zellmembran verbleibt, wandert PIP3 aus dem Komplex mit p101 nach innen zum Zellkern.

Wymann und seine Mitarbeiter hatten bereits früher gezeigt, dass PI3K in verschiedenen Krankheitsmodellen für chronische Entzündung, rheumatoide Arthritis, kardiovaskuläre Prozesse und Arteriosklerose sowie den anaphylaktischen Schock eine Rolle spielt. Obschon die PI3K wegen ihrer vielfältigen Effekte als Angriffsziel für Medikamente geeignet scheint, könnten sich einige der genannten Effekte bei langanhaltenden Therapien als Nebenwirkungen bemerkbar machen. Die neue Erkenntnis, dass PI3K in zwei zellspezifischen Komplexen verschiedene Zellantworten differenziert auslösen kann, zeigt neue Möglichkeiten auf, seine Aktivität therapeutisch zu kontrollieren.

Originalbeitrag

Thomas Bohnacker, Romina Marone, Emilie Collmann, Ronan Calvez, Emilio Hirsch, and Matthias P. Wymann: I3Kγ Adaptor Subunits Define Coupling to Degranulation and Cell Motility by Distinct PtdIns(3,4,5)P3 Pools in Mast Cells, Sci. Signal., 9 June 2009, Vol 2, Issue 74 | DOI: 10.1126/scisignal.2000259

Kontakt

Prof. Matthias Wymann, Departement für Biomedizin, Institut für Biochemie und Genetik, Mattenstrasse 28, 4058 Basel, Tel. +41 (0)61 695 30 46, E-Mail: matthias.wymann [at] unibas.ch

 
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