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| 13.1.2010 - Forschende haben die Datenverschlüsselung mit 768 bits geknackt. Damit haben sie gezeigt, dass die aktuellen Verschlüsselungsstandards zwar noch solide sind, die User mittelfristig aber zu sichereren Systemen wechseln sollten, die den empfohlenen Standards entsprechen. Verschlüsselungssysteme gewährleisten die Sicherheit bei Datenübertragungen im Internet, sowohl auf http- und https-Seiten und sind ein wichtiger Zweig der Elektronikindustrie. Ihre Verlässlichkeit ist daher unabdingbar. Zusammen mit einer internationalen Forschungsgruppe gelang es der ETH Lausanne (EPFL) nun, die Primfaktoren der 232 Ziffern der RSA-Verschlüsselung mit 768 bits zu ermitteln und die Verschlüsselung so zu knacken. Dieser Durchbruch kam dank der hohen Verarbeitungsleistung modernster Prozessoren in weniger als zweieinhalb Jahren Arbeit zu Stande. Gleiche Berechnungsarten haben 1999 und 2005 schon die Schwächen der RSA-Verschlüsselung mit 512 respektive mit 663 bits aufgezeigt. Man kann daher fast davon ausgehen, dass auch die Verschlüsselung mit 1024 bits in den nächsten zehn Jahren geknackt werden wird. Arjen Lenstra vom Laboratorium für algorithmische Kryptografie der EPFL: «Das Resultat der Studie sollte uns motivieren, höhere Sicherheitsniveaus zu verwenden, als das der RSA-Verschlüsselung mit 1024 bits. Die User gehen aber kein Risiko ein, wenn sie dieses System während der nächsten Übergangsjahre noch verwenden.»Originalbeitrag https://documents.epfl.ch/users/l/le/lenstra/public/papers/rsa768.txt Kontakt Thorsten Kleinjung, Tél : +41(0)21 693 25 80, Email : thorsten.kleinjung [at] epfl.ch |