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Intelligenzfördernde Nuggis
news from the lab 2009
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17.12.2009 - Astronomers find world with inhospitable atmosphere
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9.12.2009 - Testosteron macht nicht agressiv
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2.12.2009 - Schnelltest für Nachhaltigkeit von Biotreibstoffen
1.12.2009 - LHC sets new world record
27.11.2009 - Krieg der Pilze
26.11.2009 - Alzheimer-Demenz: Wichtiger Mechanismus entschlüsselt
20.11.2009 - Polymer mit Honigwabenstruktur
18.11.2009 - Gibt es eine optimale Verschuldung?
11.11.2009 - Schwebende Eisenbahnen
6.11.2009 - Im Heissluftballon über den Kilimanjaro
4.11.2009 - The Entwined Destinies of Mankind and Leprosy Bacteria
30.10.2009 - My office is my castle
29.10.2009 - The mystery of odour-cued perception
25.10.2009 - Stresshormone im Mutterleib wirken auf den Nachwuchs
15.10.2009 - Lien surprenant entre le sommeil et l'addiction
14.10.2009 - Gefühle steuern unser Gedächtnis
7.10.2009 - Retinal neurons do double duty
5.10.2009 - Seen auf den Grund gehen
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16.9.2009 - Exoplanète de type super-terre
9.9.2009 - Biotech-Geige übertrifft Stradivari
9.9.2009 - Nouvelles perspectives contre le sida
7.9.2009 - Function of a microscopic network found
2.9.2009 - A new molecule to combat diabetes and obesity
27.8.2009 - Meilleur diagnostic de la maladie du sommeil
25.8.2009 - Biotech-Stradivari auf Tournee
24.8.2009 - Kein eindeutiger Effekt von SODIS
21.8.2009 - Verstörende Ideen
19.8.2009 - Politische Kartographie im Mittelalter
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10.8.2009 - La mémoire des visages
5.8.2009 - Neues zum Vergiftungsfall Juschtschenko
3.8.2009 - Question en suspens: l’expression des gènes
30.7.2009 - Funktionsweise der Gyrasehemmer beschrieben
29.7.2009 - Gemeinsame Grabungen im Elsass
28.7.2009 - Geburtsort wirkt sich auf Herz und Gefässe aus
23.7.2009 - Unterdrücker der Zelltod-Unterdrücker
22.7.2009 - Bye bye SwissCube!
20.7.2009 - Puppen, die für uns Sport treiben
17.7.2009 - Nano-Schichten mit steuerbaren Eigenschaften
13.7.2009 - Abus et rechutes
6.7.2009 - La physique du secret
3.7.2009 - Ein Quantensprung in der Quantenphysik
2.7.2009 - Les secrets de l'hypnose révélés
1.7.2009 - Are freely availably scientific papers better disseminated?
30.6.2009 - Nouveau traitement des maladies auto-immunes en vue
26.6.2009 - Planeten in unserer Nachbargalaxie?
25.6.2009 - Nanoparticles in water
24.6.2009 - A new technology revolutionizes solar cells
23.6.2009 - Neuer Kunststoff zeigt Schäden selber an
22.6.2009 - Pilotage d’un robot situé à 1500 kilomètres
17.6.2009 - Auf der Spur von allergischen Reaktionen
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8.6.2009 - Verbreitung der Alzheimerkrankheit im Gehirn
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21.5.2009 - L'histoire génétique des plantes alpines
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25.3.2009 - Körper als Ware
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19.3.2009 - Süsse Signale
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10.3.2009 - Entdeckung eines eingeschleppten Fettkrauts
4.3.2009 - Weibliche Nachtigallen besuchen nachts singende Männchen
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20.2.2009 - Darwins Ansatz weiterentwickelt
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17.2.2009 - Die Sprachenpolitik im Einwanderungsland Schweiz
16.2.2009 - Wie lernen Nervenzellen?
11.2.2009 - myScience.ch gehört zu den 200 besten Websites der Schweiz
10.2.2009 - Psychotherapie über Internet
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29.1.2009 - Gletscherschmelzen sichtbar dank World Glacier Monitoring Service
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22.1.2009 - Proteinfaltung in Nanosekunden
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Biotech-Geige übertrifft Stradivari

9 September 2009

Eine «Biotech-Geige» hat den Blindtest gegen eine Stradivari gewagt – und gewonnen. Mit einem Glanzresultat überflügelte die aus pilzbehandeltem Holz hergestellte Geige eine Stradivari aus dem Jahr 1711.

myScience.ch hat bereits von der Tournée der Biotech-Stradivari berichtet. Am 1. September 2009 galt es nun ernst für die aus pilzbehandeltem Holz hergestellten Geigen: Sie traten in einem Blindtest gegen eine Geige des Cremoneser Geigenbaumeisters Antonio Stradivari aus dem Jahre 1711 an. Der britische Starviolinist Matthew Trusler spielte dazu fünf verschiedene Geigen hinter einem Vorhang, so dass das Publikum die Instrumente nicht erkennen konnte. Bei diesen Instrumenten handelte es sich um Truslers eigene 2 Millionen Dollar teure Stradivari, zwei pilzbehandelte sowie zwei unbehandelte Modelle von Michael Rohnheimer. Eine Fachjury und die Tagungsteilnehmer beurteilten die Klangqualität der Geigen. Von den mehr als 180 Tagungsteilnehmenden gefielen einer überwältigenden Mehrheit von 90 Personen die Klänge der pilzbehandelten Geige «Opus 58» am besten. Die Stradivari erreichte mit 39 Stimmen den zweiten Platz. 113 der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hielten gar die «Opus 58» für die Stradivari. «Opus 58» war aus einem Holz hergestellt, das am längsten, nämlich während neun Monaten, mit Pilzen behandelt worden war.


Skepsis vor dem Blind-Test

Die Beurteilung der Klangqualität im Blindversuch ist äusserst subjektiv, denn Wohlklang sei eben ein sinnlicher Genuss, weiss Empa-Forscher Schwarze. «Es gibt dafür kein eindeutiges naturwissenschaftliches Messverfahren». Dementsprechend nervös sei er auch vor dem Test gewesen. Bereits seit Beginn des 19.
Jahrhunderts werden Stradivaris mit anderen Meister-Geigen in so genannten Blindtests verglichen. Den wohl ernsthaftesten Test hatte 1974 die englische BBC organisiert. Dabei sollten die weltberühmten Geiger Isaac Stern und Pinchas Zukerman sowie der englische Geigenhändler Charles Beare unterscheiden
zwischen der «Chaconne»-Stradivari aus dem Jahr 1725, einer «Guarneri del Gesu» von 1739, einer «Vuillaume» von 1846 und einer vom englischen Geigenbaumeister Roland Praill gebauten Geige gleichen Namens. Das Resultat fiel ernüchternd aus. Keiner der Juroren identifizierte mehr als zwei der vier
Instrumente korrekt, zwei hielten die modernde Geige sogar für die «Chaconne»-Stradivari.


Biotech-Holz, eine Revolution der Geigenbaukunst

Die Instrumente des italienischen Geigenbauers Antonio Giacomo Stradivari gelten in Sachen Qualität immer noch als unerreicht. Für ein einziges Exemplar geben Liebhaber Beträge in Millionenhöhe aus. Stradivari selber wusste nichts von Holz zersetzenden Pilzen, ihm kam seinerzeit die «Kleine Eiszeit», die
von 1645 bis 1715 herrschte, zur Hilfe. In Mitteleuropa herrschten damals lange Winter und kühle Sommer. Dadurch wuchs das Holz nur sehr langsam und gleichmässig, was als ideale Voraussetzung für gutes Klangholz gilt.
Horst Heger vom städtischen Konservatorium Osnabrück ist überzeugt, dass der Erfolg der «Pilzgeige» einer Revolution in der Musikszene gleichkommt: «Zukünftig werden sich auch Nachwuchstalente eine Geige mit der Klangqualität einer sündhaft teuren Stradivari leisten können». Denn mit einem Preis von rund 25'000.- Franken sind die Geigen von Michael Rohnheimer vergleichsweise günstig. Nach Hegers Meinung liegt in der Holzqualität der bedeutendste Faktor für die Klangqualität der Geigen. Dies bestätigt nun auch das Ergebnis des Osnabrücker Blindversuchs. Die Pilze verändern die Zellstruktur des Holzes, dadurch verringert sich die Dichte des Holzes, andererseits wird das Holz homogener. «Eine Pilzbehandlung verhilft der Geige, im Gegensatz zu einer Nichtbehandelten, zu einem wärmeren und runderen Klang», erklärt Francis Schwarze.

Kontakt

Prof. Dr. Francis W.M.R. Schwarze, Holz, Tel. +41 71 274 72 47, francis.schwarze@empa.ch


Das Schweizer Fernsehen SF DRS widmet sich am Donnerstag, 10.September 2009, in seinem Wissensmagazin «Einstein» ausführlich diesem Thema.

 

 
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