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20.8.2010 - Médaille Fields et marc de café
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22.7.2010 - Schmale Nanobänder für Graphen-Transistoren
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30.6.2010 - Biotreibstoffe der 2. Generation
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18.6.2010 - Neue Theorie zum Gedächtnis
Intelligenzfördernde Nuggis
news from the lab 2009
29.12.2009 - Updated: Salaries in Switzerland
23.12.2009 - Weihnachten feiern mit Verwandten
20.12.2009 - Schweizer Private Banking trotzt der Finanzkrise
17.12.2009 - Astronomers find world with inhospitable atmosphere
16.12.2009 - Können verletzte Nerven wieder wachsen?
14.12.2009 - More Powerful and Environmentally-Friendly Computers
9.12.2009 - Testosteron macht nicht agressiv
3.12.2009 - Passivrauchen kostet jährlich 420 Mio. Franken
2.12.2009 - Schnelltest für Nachhaltigkeit von Biotreibstoffen
1.12.2009 - LHC sets new world record
27.11.2009 - Krieg der Pilze
26.11.2009 - Alzheimer-Demenz: Wichtiger Mechanismus entschlüsselt
20.11.2009 - Polymer mit Honigwabenstruktur
18.11.2009 - Gibt es eine optimale Verschuldung?
11.11.2009 - Schwebende Eisenbahnen
6.11.2009 - Im Heissluftballon über den Kilimanjaro
4.11.2009 - The Entwined Destinies of Mankind and Leprosy Bacteria
30.10.2009 - My office is my castle
29.10.2009 - The mystery of odour-cued perception
25.10.2009 - Stresshormone im Mutterleib wirken auf den Nachwuchs
15.10.2009 - Lien surprenant entre le sommeil et l'addiction
14.10.2009 - Gefühle steuern unser Gedächtnis
7.10.2009 - Retinal neurons do double duty
5.10.2009 - Seen auf den Grund gehen
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7.9.2009 - Function of a microscopic network found
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27.8.2009 - Meilleur diagnostic de la maladie du sommeil
25.8.2009 - Biotech-Stradivari auf Tournee
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19.8.2009 - Politische Kartographie im Mittelalter
17.8.2009 - Auch der Mond verwittert
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11.8.2009 - L'appel odorant a pu être restauré
10.8.2009 - La mémoire des visages
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29.7.2009 - Gemeinsame Grabungen im Elsass
28.7.2009 - Geburtsort wirkt sich auf Herz und Gefässe aus
23.7.2009 - Unterdrücker der Zelltod-Unterdrücker
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20.7.2009 - Puppen, die für uns Sport treiben
17.7.2009 - Nano-Schichten mit steuerbaren Eigenschaften
13.7.2009 - Abus et rechutes
6.7.2009 - La physique du secret
3.7.2009 - Ein Quantensprung in der Quantenphysik
2.7.2009 - Les secrets de l'hypnose révélés
1.7.2009 - Are freely availably scientific papers better disseminated?
30.6.2009 - Nouveau traitement des maladies auto-immunes en vue
26.6.2009 - Planeten in unserer Nachbargalaxie?
25.6.2009 - Nanoparticles in water
24.6.2009 - A new technology revolutionizes solar cells
23.6.2009 - Neuer Kunststoff zeigt Schäden selber an
22.6.2009 - Pilotage d’un robot situé à 1500 kilomètres
17.6.2009 - Auf der Spur von allergischen Reaktionen
16.6.2009 - La génération de vaisseaux sanguins remise en question
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8.6.2009 - Was würde Darwin dazu sagen?
8.6.2009 - Verbreitung der Alzheimerkrankheit im Gehirn
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27.5.2009 - Ein Drache will hoch hinaus
26.5.2009 - Immunabwehr in der Leber
21.5.2009 - L'histoire génétique des plantes alpines
15.5.2009 - Theoretisch Unmögliches
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13.5.2009 - Nanny-Dienste bei Buntbarschen
8.5.2009 - Wirkung von Natalizumab belegt
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21.4.2009 - Une planète-océan?
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25.3.2009 - Körper als Ware
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19.3.2009 - Süsse Signale
13.3.2009 - 21. Aminosäure entschlüsselt
10.3.2009 - Entdeckung eines eingeschleppten Fettkrauts
4.3.2009 - Weibliche Nachtigallen besuchen nachts singende Männchen
3.3.2009 - Ein Schritt zur Regeneration von Nerven
25.2.2009 - Antikörper könnten bei Übergewicht eine Rolle spielen
20.2.2009 - Darwins Ansatz weiterentwickelt
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17.2.2009 - Die Sprachenpolitik im Einwanderungsland Schweiz
16.2.2009 - Wie lernen Nervenzellen?
11.2.2009 - myScience.ch gehört zu den 200 besten Websites der Schweiz
10.2.2009 - Psychotherapie über Internet
5.2.2009 - Airbus-Parabelflüge für Immunforschung
29.1.2009 - Gletscherschmelzen sichtbar dank World Glacier Monitoring Service
23.1.2009 - Wie erinnert sich das Immunsystem an die letzte Grippe?
22.1.2009 - Proteinfaltung in Nanosekunden
19.1.2009 - Oxytocin improves human ability to recognize faces
13.1.2009 - Geheimnisse der dunklen Materie
6.1.2009 - More than 20000 single visitors per month on myScience.ch
3.1.2009 - Butter oder Anke?
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Was würde Darwin dazu sagen?

Forschenden der Universität Zürich ist es gelungen, einen neuen Mechanismus der Homöostase des Phytohormons Auxin zu identifizieren. Sie konnten zeigen, dass ein Transportprotein namens PIN5 nicht Auxin aus der Zelle hinausschleust, sondern in ein intrazelluläres Kompartiment, das endoplasmatische Retikulum, transportiert. Dabei handelt es sich vermutlich um einen Mechanismus, der sich bereits in Moosen findet.

 

Bereits Charles Darwin postulierte die Existenz eines „gewissen Einflusses“, der das Wachstum und die Entwicklung höherer Pflanzen weitgehend bestimmt. Heute wissen wir, dass es sich dabei um das Signalmolekül Auxin handelt, das im Wesentlichen über intra- und interzelluläre Auxingradienten wirkt. Diese werden durch Transportprozesse aufgebaut, aber auch durch den Metabolismus des Auxins aufrechterhalten. Das Bemerkenswerte des Auxintransportes ist, dass, im Unterschied zu tierischen Systemen und zu anderen Pflanzenhormonen, dieser gerichtet, von Zelle zu Zelle erfolgt. Der limitierende Faktor dieses polaren Auxintransportes sind Exporter, sogenannte PIN-Proteine, die durch ihre weitgehend polare Expression in der zellumschliessenden Plasmamembran, die Richtung und den Fluss dieses Signalmoleküls bestimmen.

 

PIN5 ist ein atypisches PIN Protein, das Auxin in das Endoplasmatische Retikulum transportiert

 

PIN5 unterscheidet sich von allen anderen bisher charakterisierten PIN-Proteinen dahingehend, dass es keinen Loop besitzt, der ins Zytoplasma ragt. Dessen ungeachtet ist es in der Lage, native und synthetische Auxine zu transportieren, wie die AG von Dr. Markus Geisler von der MNF der Universität Zürich durch Expression in zwei Modellorganismen, der Bäckerhefe, S. cerevisiae und der Ackerschmalwand, A. thaliana, zeigen konnte. Das Team um Dr. Jiri Friml, das federführend für diese Arbeit ist, konnte in Gent zeigen, dass wie erwartet Manipulation der PIN5 Expression zu schweren entwicklungsbiologischen Defekten führt. Überraschenderweise detektierten sie PIN5 aber nicht auf der Plasmamembran, sondern auf einem intrazelulärem Kompartiment, dem Endoplasmatischen Retikulum (ER). Das importierte Auxin wird dort anscheinend an Aminosäuren gebunden und damit inaktiviert, und steht somit nicht mehr für den Export zur Verfügung, was in Übereinstimmung mit den Transportdaten aus Zürich ist.

 

Der Import von Auxin in das ER ist ein ursprünglicher Mechanismus

 

PIN-Proteine sind gegenüber ABC-Transportern relative neue Auxintransporter, die nur in Landpflanzen vorkommen. Die Ergebnisse dieser Studie weisen darauf hin, dass PINs, die eng mit PIN5 verwandt sind, alle auf dem ER sitzen, während PIN-Homologe, auf der Plasmamembran exprimiert werden. Durch Sequenzvergleich wurde ein Motiv innerhalb der PINs identifiziert, das über die Lokalisation entscheidet. Interessanterweise, sitzen PINs des Lebermooses Physcomitrella, eines der einfachsten Landpflanzen, auch auf dem ER. Dies deutet daraufhin, dass die Auxinhomöostase ins ER ein eher ursprünglicher Mechanismus ist.

 

Was würde Darwin dazu sagen?

 

In dieser Arbeit wird ein bisher unbekannter Mechanismus der intrazellulären Kompartimentierung von Auxin ins ER, der über den Auxintransporter PIN5 erfolgt, vorgestellt. Dadurch wird dem polaren Auxintransport, eventuell sogar dem Auxinrezeptor im Kern, Auxin entzogen. Die Bedeutung des ER für die Auxinwirkung ist schon länger bekannt, wurde aber nun mechanistisch verknüpft. „Darwin hätte seine Freude an dieser Arbeit“, glaubt Dr. Markus Geisler . „Auch wenn er die Komplexität des Auxintransportes nur erahnen konnte, so war er dennoch bereits vor 130 Jahren von dessen Wirkungsweise fasziniert“.

 

Kontakt

 

Markus Geisler, Institute of Plant Biology, Zolliker Strasse 107, CH-8007 Zurich, Switzerland, tel: +41-44-634-8277, email: markus.geisler [at] botinst.uzh.ch.

 

 
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