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Lichttherapie hilft in der Schwangerschaft
Schwangeren, die an einer Depression leiden und aus Angst vor Nebenwirkungen auf die Einnahme von antidepressiven Medikamenten während der Schwangerschaft verzichten wollen, kann mit einer Lichttherapie effektiv geholfen werden. Das belegt eine kürzlich erschienene Studie.
Etwa 10 % aller Schwangeren leiden an einer behandlungsbedürftigen Depression. Unbehandelt kann diese Erkrankung nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Ungeborene schwere Folgen haben, beispielsweise in Form von Frühgeburten, Geburtskomplikationen und niedrigem Geburtsgewicht. Aus Angst vor den Risiken und Nebenwirkungen möchten viele Frauen aber während der Schwangerschaft auf die Einnahme von antidepressiven Medikamenten verzichten. Psychotherapie und andere bei Depressionen eingesetzte Interventionen alleine helfen aber oft nicht ausreichend.
Alternative zu Medikamenten
Wie nun ein Forscherteam zeigt, könnte Lichttherapie eine Behandlungsalternative sein. Lichttherapie hat sich in der Behandlung von verschiedensten Formen von Depressionen bereits bewährt. Für das Ungeborene ist sie ungefährlich. Deshalb haben Ärztinnen und Ärzte sowie Forschende die Wirksamkeit der Lichttherapie speziell für depressive Erkrankungen in der Schwangerschaft untersucht. 27 Schwangere, die die Kriterien einer schwereren depressiven Erkrankung erfüllten, haben sich an der Studie beteiligt. Sie wurden zufällig entweder mit weissem Licht (7000 Lux) oder mit gedämpftem roten Licht (70 Lux, Placebo) während fünf Wochen jeden Morgen eine Stunde lang zuhause behandelt. Die Studie wurde doppel-blind durchgeführt, so dass weder die Patientin noch ihre Psychiater/innen wussten, ob die Frauen eine wirksame Lampe erhalten hatten oder nicht. Die depressive Symptomatik der Probandinnen wie auch eventuelle Nebenwirkungen wurden wöchentlich mit verschiedenen Fragebögen erfasst.
Lichttherapie wirkt
Die Lichttherapie mit hellem Licht erwies sich der Placebo-Therapie mit schwachem Licht gegenüber als deutlich überlegen. Schon nach fünf Wochen zeigten die Schwangeren mit Lichttherapie in 81% der Fälle eine deutliche Besserung, 69% waren symptomfrei, während die entsprechenden Zahlen in der Placebo-Gruppe nur bei 46% bzw. 36% lagen. Die Unterschiede waren statistisch signifikant. Die Lichttherapie könnte damit eine einfache, kosteneffektive Therapie bei Depression in der Schwangerschaft darstellen – mit minimalen Nebenwirkungen und ohne bekanntes Risiko für das Ungeborene.
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