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Winzige Roboter übernehmen Operationen

Winzige Roboter übernehmen Operationen

Medizin en miniature: Neu werden Instrumente entwickelt, mit denen man sogar eine Fliege operieren könnte. Dereinst sollen Kleinstroboter im menschlichen Körper verschiedene medizinische Aufgaben übernehmen - eine beliebte Science-Fiction-Idee aus Hollywood würde ganz alltägliche Wirklichkeit im Spital. Die kleinen Roboter könnten Substanzen direkt an den benötigten Ort im Gewebe transportieren oder sogar minimale, aber hochpräzise und deswegen effiziente chirurgische Eingriffe vornehmen.

Das Spezialgebiet der Forschenden sind verschiedene Fortbewegungsmechanismen, die alle mit externen Magnetfeldern gekoppelt sind, sowohl bezüglich Energie wie Steuerung. So haben sie einen ungefähr einen Drittel Millimeter grossen Roboter entwickelt, der durch oszillierende Magnetfelder in eine Art Schwimmbewegung versetzt werden kann. Da der Roboter nur auf resonante Frequenzen reagiert, können verschiedene Einheiten am selben Ort wirken. Sie richten sich verlässlich nach den Feldgradienten aus, die auch für jede Einheit einzeln moduliert werden können. So kann theoretisch ein ganzer Trupp von Minichirurgen von ausserhalb zielgenau durch den Körper dirigiert werden.

Neue Ebene der minimalinvasiven Chirurgie
Interessant ist die Technik vor allem deshalb, weil sie das Konzept der minimalinvasiven Chirurgie auf eine neue Ebene bringt: Ein kleiner Schnitt an einer harmlosen Körperstelle würde genügen, um die Roboter auf die Reise zu schicken. Und weil die von Brad Nelson und seinen Mitarbeitern entwickelten Roboterprototypen so klein sind, können sie prinzipiell in fast jeder Region des Körpers zum Einsatz kommen.

Gezeigt haben das die Forscher am Beispiel des menschlichen Auges, wo ein Roboter bald als kleiner Medikamentenbote bei Retinabehandlungen zum Einsatz kommen dürfte - Gespräche mit Firmen aus dem Feld der Medizinaltechnologie sind bereits im Gange.

 
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