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111 Diplome in Architektur und Bauingenieurwesen vergeben
111 Diplome in Architektur und Bauingenieurwesen vergeben
Ob Tiefenbahnhof, Strassenbrücke oder Quartierzentrum - an der Diplomfeier des ZHAW Departements Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen wurden verschiedenste Master- sowie Bacherlorarbeiten mit Preisen ausgezeichnet. 111 Absolventinnen und Absolventen erhielten ihr Diplom.
Mit dem Diplom in der Tasche strömen nun 111 Architektinnen und Bauingenieure auf den Arbeitsmarkt. Dieses erhielten sie am vergangenen Freitag, 30. September 2011, im Rahmen der Diplomfeier. Diese fand in der Halle 180 in Winterthur statt und wurde von Departementsleiter Stephan Mäder eröffnet. Den 61 Bachelor- und 29 Master-Absolvierenden in Architektur wurden die Diplome von Oya Atalay-Franck, Leiterin Stu-diengang Architektur, überreicht. Die 21 Bauingenieure erhielten ihre Bachelor-Diplome von Studiengangleiter Patrik Thalparpan. Sie alle wurden am Departement Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften auf das Arbeitsleben vorbereitet.
Gelungene Entwürfe und Konstruktionen
Sozusagen als letzter Test vor dem Eintritt in die Berufswelt erarbeiteten die Absolvierenden eine Diplomarbeit. Mit der Frage, wie ein Quartierzentrum mit Hallenbad auf dem OLMA-Areal in St. Gallen aussehen könnte, beschäftigten sich die Architekturstudierenden mit ihren Bachelorarbeiten. Christian Maag löste mit seinem Entwurf die Aufgabe auf besonders gelungene Weise. Deshalb wurde der Zürcher durch Daniele Lupini von Swiss Engineering STV ausgezeichnet. Christian Meyer aus Bern erhielt den SIA-Preis für die beste Masterarbeit in Architektur von Walter Hollenstein. Die Arbeit mit dem Titel ,,Holz und Luft" widmet sich der thermisch optimierten Massiv-Holzbauweise.
Ausgezeichnete Ingenieursleistung
Im Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen wurden gleich zwei Preise verliehen. Tino Schett aus Bad Ragaz wurde im Bereich Massivbau von Stefan Bischof, Vertreter der Holcim AG Schweiz, ausgezeichnet. Er beschäftigte sich mit dem Neubau der Strassenbrücke in Gillholf. In der Sparte Geotechnik konnte sich der Fehraltorfer Stefan Bachofner durchsetzen. Im Zentrum seiner Arbeit stand der geplante SBB-Tiefbahnhof Luzern. Da dort der Platz langsam eng wird, soll unterhalb der bestehenden Gleise nebst weiteren Perronanlagen auch ein Verkaufsgeschoss gebaut werden. Der Knackpunkt: Der Tiefenbahnhof liegt in sehr anspruchsvollen Baugrundverhältnissen aus fein- und mittel-körnigem Lockergestein mit Grundwasser. Damit der Bahnbetrieb während des Baus nicht unterbrochen werden muss, soll gemäss der Bachelorarbeit unter einem Betondeckel gearbeitet sowie mit Überdruck der Grundwasserspiegel abgesenkt werden. Wegen dem Druckunterschied von bis zu 1,6 Bar können die Bauarbeiter nur durch eine Schleuse in die Baugrube gelangen. ,,Stefan Bachofner löste diese komplexe Aufgabe mit einer nicht alltäglichen Bauweise, der Deckelbauweise mit Druckluftwasserhaltung. Er konzentrierte sich dabei auf die wesentlichen Fragestellungen und entwickelte eine innovative sowie gut durchdachte Gesamt-Lösung mit sorgfältig ausgearbeiteten Details", so Daniel Löhr, der den Preis im Namen von Swiss Engineering STV verlieh.
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