2700 fangen ihr Bachelor-Studium an

Im neuen Studienjahr nehmen 2700 Männer und Frauen ihr Bachelorstudium an der ETH Zürich auf. Das sind rund 6% Eintritte mehr als im Jahr zuvor. Maschinenbau führt klar die Beliebtheitsskala der Studiengänge an. Auf Anhieb auf grosses Interesse stösst der neue Studiengang Gesundheitswissenschaften und Technologie.

2700 Neueintretende oder 150 Personen mehr als vor einem Jahr werden nächste Woche an der ETH Zürich ihr Studium in Angriff nehmen. Sie haben sich für einen der 24 Studiengänge in den total 16 Departementen entschieden. Ganz neu im Programm ist der Studiengang Gesundheitswissenschaften und Technologie, der mit Blick auf das gleichnamige Departement eingeführt wurde, das nächstes Jahr gegründet wird. Auf Anhieb haben sich 152 der neuen Studierenden (6% der gesamten Neueintritte) für dieses Studium eingeschrieben. Der grössten Nachfrage erfreuen sich wie schon in den letzten Jahren die Maschineningenierwissenschaften mit 476 neuen Studierenden (17.5%); bereits mit einigem Abstand folgt dahinter Architektur mit 301 Studierenden (11.1%).

Hoch im Kurs stehen auch Physik, die Bauingenieurwissenschaften, Elektrotechnik und Informatik mit Eintrittszahlen zwischen 170 und 200. Mathematik mit 141 Neueintritten sticht als der Studiengang mit dem grössten Zuwachs heraus: 25% mehr Studierende als im Vorjahr wollen Mathematik studieren. 32% aller Neueintretenden sind Frauen. Rund 80% aller Erstsemestrigen besitzen einen Schweizer Pass. Dieser Anteil ist seit 2008 stabil geblieben.

Masterbewerbungen auf hohem Niveau

Die Mehrheit der neuen Masterstudierenden sind Personen, die bereits ihren Bachelorabschluss an der ETH Zürich erworben haben. Ihre genaue Zahl ist zurzeit noch nicht bekannt, da interne Übertritte noch bis nach Semesterstart getätigt werden können. Als Referenz: Im vergangenen Jahr traten 1215 ETH-Bachelor ins Masterstudium über, davon ein Viertel auf das Frühjahrssemester und drei Viertel auf das Herbstsemester. Die Zahlen in diesem Jahr werden ähnlich ausfallen.

Diesen Herbst haben sich zudem wiederum mehr als 2600 Personen mit externer Bachelorvorbildung um eine Zulassung zum Masterstudium beworben — 85% davon aus dem Ausland. Knapp 1000 von ihnen sind nach Prüfung ihrer Dossiers zum Studium zugelassen worden. Das Rektorat rechnet damit, dass rund 600 der Zugelassenen das Masterstudium an der ETH schliesslich antreten werden.

Betreuung zentral für Qualitätssicherung

Angesichts des Wachstums der letzten Jahre ist die Betreuung der Studierenden ein noch wichtigeres Thema geworden, um die Qualität der Ausbildung weiterhin sicherzustellen. «Die forschungsnahe Ausbildung eines ETH-Studiums ist naturgemäss betreuungsintensiv», sagt die Rektorin Heidi Wunderli-Allenspach. Mit Sofortmassnahmen beim Platzangebot und in der Betreuung der Studieren-den reagierte die Schulleitung letztes Jahr auf die schwierige Situation in gewissen Studiengängen.

Für eine bessere Beratung vor und Unterstützung während des Studiums wurde die Fachstelle "Studienorientierung & Coaching" vor knapp zwei Jahren eingerichtet. Sie bietet den Studierenden vor allem zu Beginn ihres Studiums ver-schiedene Dienstleistungen an, die bis zum individuellen Coaching reichen. Das Beratungsangebot, das zurzeit für acht Departemente besteht, soll 2012 auf alle Departemente ausgedehnt werden.

Neuer Höchststand bei Doktorierenden

Dass die ETH Zürich einen guten Ruf als Forschungsuniversität geniesst, zeigt sich u.a. an der weiterhin rasch steigenden Zahl von Doktorierenden. Inzwischen sind 3830 junge Forscherinnen und Forscher ins Doktorat eingeschrieben, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von mehr als 6% entspricht. Hier ist die internationale Durchmischung besonders ausgeprägt mit rund 60% aller Doktoranden, die aus dem Ausland stammen.

Der Gesamtbestand an Studierenden und Doktorierenden der ETH Zürich dürfte somit im Herbstsemester 2011 auf gegen 17’000 anwachsen, gegenüber 16’300 vor einem Jahr.


 
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