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43 Millionen Franken zur Stützung des Schweizer Forschungsnachwuchses in der Währungskrise
Bern, 22.12.2011 - Das Staatssekretariat für Bildung und Forschung hat im Rahmen der kurzfristigen Massnahmen des Bundes gegen die Frankenstärke namhafte Mittel zur Verfügung gestellt, um die negativen Auswirkungen des starken Frankens im Bereich der internationalen Forschungszusammenarbeit abzufedern. Die Massnahme wurde letzte Woche mit der Auszahlung von 43 Millionen Franken an Schweizer Forschende zielgemäss abgeschlossen.
Mit 30 Millionen Franken federt das Staatssekretariat für Bildung und Forschung SBF die Währungsverluste ab, die Schweizer Forschende aus dem Hochschulbereich und aus der Privatwirtschaft durch ihre Teilnahme an knapp 1800 Projekten des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU in jüngster Zeit erlitten hatten. Weitere 10 Millionen Franken gingen an in knapp 300 Projekte der Europäischen Weltraumorganisation ESA involvierte Schweizer Institutionen. Mit drei weiteren Millionen Franken wurden mehrere ausseruniversitäre Forschungsinstitutionen in der Schweiz gestärkt, die ihre Arbeiten teilweise aus internationalen Quellen finanzieren. Insgesamt prüfte das SBF von November bis Mitte Dezember 2011 gut 2200 Gesuche und stellte in der Folge knapp 190 Beitragsverfügungen für gut 160 verschiedene Empfänger aus.
Aufgrund des starken Schweizer Frankens hatte der Euro in den vergangenen Monaten phasenweise einen Drittel seines Wertes im Vergleich zur Schweizer Währung verloren. Bei internationalen Forschungsprojekten mit mehrjähriger Laufzeit und etappierter Finanzierung in Fremdwährung deckten und decken in der Folge die Euro-Zahlungen die Schweizer Fixkosten oft nicht mehr.
Mit dem Ziel, die Internationalisierung der Schweizer Forschung auch in schwierigen Zeiten zu unterstützen und den betroffenen Hochschulen und privaten Forschungsunternehmen Zeit zu geben, sich an die neuen Wechselkursverhältnisse anzupassen, hatten Bundesrat und Parlament am 31. August 2011 als sofortige Massnahme eine einmalige Ausgleichszahlung verabschiedet. Dabei ging es nicht darum, die unternehmerische Seite der Forschung zu schwächen, sondern namentlich um die Mithilfe bei der Sicherung von Stellen der zahleichen jungen Forschenden in der Schweiz, die an international ausgerichteten und in Euro finanzierten Projekten arbeiten.
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