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ABB bucht Auftrag über 900 Mio. USD für Ultrahochspannungs-Gleichstromtechnik in Indien
22 December 2011 - ABB
Zürich, Schweiz, 22. Dezember 2011 - ABB hat einen Auftrag im Wert von über 900 Millionen US-Dollar von der Power Grid Corporation of India Ltd. für die Lieferung eines UHGÜ-Systems (Ultrahochspannungs-Gleichstromübertragung) gebucht. Die Leitung wird Wasserkraftstrom aus dem gebirgigen Nordosten Indiens über eine Entfernung von 1’700 Kilometern in die bevölkerungsreiche Region Agra in Zentralindien befördern.
20 Millionen Schweizer Franken dieses Auftrags werden in Lenzburg arbeitswirksam, wo ABB Semiconductors Hochleistungshalbleiter für die Energieübertragung herstellt. Hochleistungshalbleiter sind Schaltelemente, die den Stromfluss kontrollieren und die Elektrizität in die gewünschte Frequenz und Spannung umwandeln. Sie werden in der Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) sowie in drehzahlgeregelten Antrieben eingesetzt und sind zudem zentral bei der Entwicklung zuverlässiger und intelligenter Stromnetze (Smart Grids).
Im Nordosten Indiens finden sich über ein grosses Gebiet verstreut zahlreiche Wasserkraftwerke, während die Verbrauchszentren oft Tausende von Kilometern entfernt liegen. Indien plant nun die Einrichtung von Sammelstellen in der Region, an denen der Strom von mehreren Wasserkraftwerken zusammengeführt und über Stromautobahnen in die grossen städtischen Verbrauchszentren transportiert wird.
Die UHGÜ-Leitung wird mit einer Spannung von 800 Kilovolt (kV) arbeiten und mit 8.000 Megawatt (MW) die grösste jemals realisierte Übertragungsleistung aufweisen. Bei voller Auslastung wird die Verbindung genug Strom für die Versorgung von 90 Millionen Menschen zur Verfügung stellen, ausgehend vom derzeitigen indischen Durchschnittsverbrauch.
Das System wird weltweit die erste Mehrstationen-UHGÜ-Verbindung sein und drei Stromrichterstationen umfassen. In zwei "Sende"-Stationen wird die elektrische Energie von Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt und dann über eine Einzelleitung zur dritten, der "Empfangsstation" in Agra geleitet. Dort wird die elektrische Energie für die Verteilung an den Endverbraucher wieder in Wechselstrom transformiert. Die Stromleitung durchquert den nur 22 Kilometer breiten und 18 Kilometer langen Siliguri-Korridor, auch Chicken’s Neck genannt, im Bundesstaat Westbengalen, der an Nepal und Bangladesch grenzt. Durch die Ultrahochspannungsübertragung werden Stromverluste minimiert und die Effizienz gesteigert. Gegenüber der Alternative, mehrere Stromleitungen zu betreiben, reduziert die Mehrstationen-Lösung die Kosten erheblich.
"Die HGÜ-Technologie eignet sich hervorragend für die verlustarme Stromübertragung über grosse Entfernungen und bei begrenztem Flächenangebot", sagt Peter Leupp, Leiter der Division Energietechniksysteme von ABB. "Dieses Projekt wird in vielerlei Hinsicht weltweit neue Massstäbe setzen und untermauert die Führungsstellung von ABB im HGÜ-Bereich. Wir freuen uns sehr, Indien beim Ausbau seiner Energieinfrastruktur weiter unterstützen zu können."
ABB wird das Übertragungsprojekt North-East-Agra gemeinsam mit dem führenden staatlichen Energieunternehmen Indiens BHEL (Bharat Heavy Electricals Limited) ausführen, das den restlichen Teil des insgesamt auf über 1,1 Milliarden US-Dollar bezifferten Projekts übernehmen wird. Das schlüsselfertige Projekt umfasst die Planung, das System Engineering, die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme und soll 2015 abgeschlossen werden.
UHGÜ ist eine Weiterentwicklung der HGÜ-Technologie, für die ABB vor über 50 Jahren bereits Pionierarbeit geleistet hat. Sie stellt den grössten Technologiesprung in der Übertragungskapazität und -effizienz seit mehr als zwei Jahrzehnten dar. ABB zählt zu den weltweit führenden Anbietern von HGÜ-Technik. Das Unternehmen hat auf diesem Gebiet viele bahnbrechende Entwicklungen hervorgebracht und bis heute weltweit über 70 HGÜ-Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 60’000 MW realisiert.
ABB gab bereits im März bekannt, dass das Unternehmen den Zuschlag für das Projekt erhalten hat.
Im Nordosten Indiens finden sich über ein grosses Gebiet verstreut zahlreiche Wasserkraftwerke, während die Verbrauchszentren oft Tausende von Kilometern entfernt liegen. Indien plant nun die Einrichtung von Sammelstellen in der Region, an denen der Strom von mehreren Wasserkraftwerken zusammengeführt und über Stromautobahnen in die grossen städtischen Verbrauchszentren transportiert wird.
Die UHGÜ-Leitung wird mit einer Spannung von 800 Kilovolt (kV) arbeiten und mit 8.000 Megawatt (MW) die grösste jemals realisierte Übertragungsleistung aufweisen. Bei voller Auslastung wird die Verbindung genug Strom für die Versorgung von 90 Millionen Menschen zur Verfügung stellen, ausgehend vom derzeitigen indischen Durchschnittsverbrauch.
Das System wird weltweit die erste Mehrstationen-UHGÜ-Verbindung sein und drei Stromrichterstationen umfassen. In zwei "Sende"-Stationen wird die elektrische Energie von Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt und dann über eine Einzelleitung zur dritten, der "Empfangsstation" in Agra geleitet. Dort wird die elektrische Energie für die Verteilung an den Endverbraucher wieder in Wechselstrom transformiert. Die Stromleitung durchquert den nur 22 Kilometer breiten und 18 Kilometer langen Siliguri-Korridor, auch Chicken’s Neck genannt, im Bundesstaat Westbengalen, der an Nepal und Bangladesch grenzt. Durch die Ultrahochspannungsübertragung werden Stromverluste minimiert und die Effizienz gesteigert. Gegenüber der Alternative, mehrere Stromleitungen zu betreiben, reduziert die Mehrstationen-Lösung die Kosten erheblich.
"Die HGÜ-Technologie eignet sich hervorragend für die verlustarme Stromübertragung über grosse Entfernungen und bei begrenztem Flächenangebot", sagt Peter Leupp, Leiter der Division Energietechniksysteme von ABB. "Dieses Projekt wird in vielerlei Hinsicht weltweit neue Massstäbe setzen und untermauert die Führungsstellung von ABB im HGÜ-Bereich. Wir freuen uns sehr, Indien beim Ausbau seiner Energieinfrastruktur weiter unterstützen zu können."
ABB wird das Übertragungsprojekt North-East-Agra gemeinsam mit dem führenden staatlichen Energieunternehmen Indiens BHEL (Bharat Heavy Electricals Limited) ausführen, das den restlichen Teil des insgesamt auf über 1,1 Milliarden US-Dollar bezifferten Projekts übernehmen wird. Das schlüsselfertige Projekt umfasst die Planung, das System Engineering, die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme und soll 2015 abgeschlossen werden.
UHGÜ ist eine Weiterentwicklung der HGÜ-Technologie, für die ABB vor über 50 Jahren bereits Pionierarbeit geleistet hat. Sie stellt den grössten Technologiesprung in der Übertragungskapazität und -effizienz seit mehr als zwei Jahrzehnten dar. ABB zählt zu den weltweit führenden Anbietern von HGÜ-Technik. Das Unternehmen hat auf diesem Gebiet viele bahnbrechende Entwicklungen hervorgebracht und bis heute weltweit über 70 HGÜ-Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 60’000 MW realisiert.
ABB gab bereits im März bekannt, dass das Unternehmen den Zuschlag für das Projekt erhalten hat.
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