ABB nimmt Produktion für Solartechnik in Estland auf

Zürich, Schweiz, 29. September 2011 - ABB hat ihre erste Fertigungsanlage für Solar-Stringwechselrichter und ein Engineering-Center in Jüri, Estland, eröffnet. Die Anlage soll die langfristig steigende Nachfrage nach Solarstromtechnologie decken.

Die neue Produktionslinie hat eine jährliche Kapazität von 400 Megawatt und kann bei Bedarf schnell ausgebaut werden, um der wachsenden Nachfrage nach Solarwechselrichtern auf lange Sicht gerecht zu werden. Das Engineering-Center unterstützt das Geschäft mit Solarwechselrichtern sowie die Motoren- und Antriebsfabriken, die am selben Standort angesiedelt sind.
"Wir sind fest davon überzeugt, dass die Solarenergie in unserem Energiemix eine wichtige Rolle spielen wird, um die Stromerzeugung klimaschonender zu gestalten. Wir gehen daher davon aus, dass das Produktionsvolumen in dieser Anlage kontinuierlich zunehmen wird", sagt Ulrich Spiesshofer, Leiter der Division Industrieautomation und Antriebe von ABB. "Die neue Produktionslinie in Estland ist ein wichtiger Schritt für unser wachsendes Angebot im Bereich Solartechnik."
Darüber hinaus hat ABB in eine neue Solaranlage investiert. Mit einer Kapazität von 25 Kilowatt ist sie die bisher grösste Anlage Estlands auf einem Dach. Sie wird hauptsächlich für Test- und Demonstrationszwecke im Zusammenhang mit der neuen Produktionslinie genutzt werden. Jeder Wechselrichter wird getestet und seine Effizienz gemessen, bevor er die Fabrik verlässt. So wird sichergestellt, dass die Geräte den Spezifikationen und Qualitätsanforderungen entsprechen.
Solarwechselrichter wandeln den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in netztauglichen Wechselstrom um. Sie sind Schlüsselkomponenten einer Solar-Energieinfrastruktur. Bei den in Estland hergestellten Wechselrichtern handelt es sich um so genannte Stringwechselrichter, die in auf Dachanlagen auf Wohn- und Gewerbegebäuden zum Einsatz kommen.
"Der Hightech-Produktionsfokus in Estland und seine hoch qualifizierten Mitarbeitenden machen das Land zu einer hervorragenden Versorgungsbasis für ABB", erklärt Spiesshofer.
ABB ist seit 1992 in Estland aktiv und beschäftigt dort an vier Produktionsstandorten 1130 Mitarbeitende. Im Laufe der Jahre hat sich Estland zur wichtigen Hightech-Produktionszentrale von ABB entwickelt. Das Land beherbergt heute eine von drei weltweiten Zulieferfabriken (Feeder Factories) für Windgeneratoren.

Die Geschwindigkeit, mit der Estland neue Technologien übernimmt, zeigt sich auch in einem aktuellen Auftrag für ABB. So hat Kredex, die staatliche Exportkreditagentur (ECA) Estlands, über 500 Ladegeräte für Elektroautos bei ABB bestellt, die im gesamten Land installiert werden sollen.


 
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