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Eingliederungsmanagement - Pro-aktive Wege in der Arbeitsintegration
23 January 2012 - FHNW
Fachtagung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW am 26. Januar 2012 in Olten
Menschen sind keine Maschinen mit einer garantierten Laufzeit. Angestellte sehen sich durch physische oder psychische Erkrankungen nicht selten aus der beruflichen Bahn geworfen. Hier greift das Eingliederungs-management mit Interventions- und Präventionsstrategien. Die Fachtagung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW zeigt den aktuellen Stand der Entwicklung und thematisiert Perspektiven.
Menschen sind keine Maschinen mit einer garantierten Laufzeit. Angestellte sehen sich durch physische oder psychische Erkrankungen nicht selten aus der beruflichen Bahn geworfen. Hier greift das Eingliederungs-management mit Interventions- und Präventionsstrategien. Die Fachtagung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW zeigt den aktuellen Stand der Entwicklung und thematisiert Perspektiven.
Pro-aktives, also initiatives Handeln, ist gefragt, wenn ein Mitarbeiter, eine Mitarbeiterin krankheitsbedingt über längere Zeit immer wieder ausfällt. Denn eine derartige Lebenskrise kann schnell in die Isolation und letztlich zum Verlust des Arbeitsplatzes führen. Gemeinsam mit den Betroffenen werden Lösungen für den Erhalt der Arbeitskraft und des Arbeitsplatzes gesucht.
Zu den Massnahmen des Eingliederungsmanagements (EM) zählen die Entwicklung und Umsetzung von Präventionsstrategien und Rehabilitationskonzepten ebenso wie Programme für eine möglichst schnelle Arbeitswiederaufnahme nach Krankheit und Unfall. Das EM verfolgt die Reduzierung der menschlichen Belastung und der Folgekosten für Unternehmen. Ausserhalb von Unternehmen wird das Eingliederungsmanagement für Angehörige benachteiligter Gruppen als eine Strategie angewendet, um den übergang zu betrieblicher Ausbildung und Beschäftigung zu unterstützen.
«Die Verbreitung von Eingliederungsmanagement hat in den letzten Jahren sowohl in der Schweiz wie auch international zugenommen», sagt Tagungsleiter Thomas Geisen vom Institut Integration und Partizipation der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW: «Unternehmen, Organisationen und Institutionen erkennen seine Bedeutung für die betriebliche Entwicklung im Rahmen einer Humanisierung der Arbeitswelt.»
Barbara Murray, Senior Specialist Disability im Skills and Employability Department der Internationalen Arbeitsorganisation ILO in Genf, widmet sich in ihrem Vortrag dem EM im internationalen Kontext. Ob dieses Management eine lohnende Investition im Kontext von Human Resources und Organisationsentwicklung in Unternehmen darstellt, beleuchtet Guy Ochsenbein, Leiter des Instituts für Personalmanagement und Organisation der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Marcel Paolini, Leiter des Bereichs Berufliche Integration im Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Bern, betrachtet in seinem Vortrag «Eingliederung statt Rente: Aktuelle Herausforderung für die Sozialversicherungen bei der (Re)- Integration von IV-Beziehenden» das Thema von der Versicherungsseite. Aus unternehmerischer Sicht spricht Urban Studer von den SBB, stellvertretender Leiter Human Resources und betriebliches Gesundheitsmanagement, zu «Arbeits(re)integration – eine Herausforderung!»
Der Fachtagungs-Nachmittag bietet acht Workshops mit einem breiten Themenspektrum wie EM und Sozialrecht oder Gesundheitsförderung, EM im Fokus von Wissenschaft und Forschung oder EM im Umgang mit psychischer Beeinträchtigung. In einem Workshop wird erarbeitet, ob Eingliederungsmanagement eine Alternative zu Sozialfirmen darstellt oder eher als Ergänzung in Betracht gezogen werden sollte.
Im Anschluss an die Tagung wird das Netzwerk Eingliederungsmanagement gegründet. Diese Veranstaltung ist offen für alle Interessierten. Sie findet von 18 bis 19 Uhr am Tagungsort in Olten (Hotel Arte, Riggenbachstrasse 10) statt.
Tagungswebsite
www.das-eingliederungsmanagement.ch
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