Nur sehr selten wird bei einem grossen Tier eine bisher unbekannte Verhaltensweise beo-bachtet. Deshalb sind die Videos, die Forscher zu einem Artikel in «Biology Letters» veröffentlicht haben, eine kleine Sensation: Sie zeigen Nasenaffen, die geschluckte Nahrung wieder hochwürgen, kauen, und wieder hinunterschlucken – ganz wie wiederkäuende Kühe.
- Medicine - May 22 Roche stellt auf Europas grösstem Kongress für Labormedizin neue, vollautomatisierte Laborlösung vor
- Medicine - May 21 New data from the Novartis chronic obstructive pulmonary disease (COPD) portfolio
- Medicine - May 21 Women with advanced breast cancer feel left out of the breast cancer movement
- Architecture - May 21 Auswirkung energieeffizienten Bauens auf Radon- Belastung
- Life Sciences - May 21 Wolke im Kopf
- Medicine - May 17 Novartis drug Afinitor significantly extended time without disease progression in women with HER2 positive advanced breast cancer
- Business - May 17 IfU neu Kollaborationszentrum der WHO
- Astronomy - May 16 Meeresspiegel: Ein Drittel seines Anstiegs kommt von schmelzenden Gebirgsgletschern
- Pedagogy - May 16 Verdoppelung der Studierendenzahl seit Gründung der PH FHNW
- Medicine - May 16 Obinutuzumab (GA101) von Roche reduziert signifikant Progressions- und Sterberisiko bei Patienten mit einer der häufigsten Formen von Blutkrebs
Erstes Video von «wiederkäuenden» Nasenaffen
Für Marcus Clauss, Mitautor dieser japanischen Studie, waren diese Beobachtungen spektakulär. Er forscht an der Universität Zürich seit längerem über Pflanzenfresser mit einem Vormagensystem – und Nasenaffen sind solche «Vormagen-Verdauer» genauso wie Flusspferde, Faultiere, Kängurus oder Kühe.
Im Gegensatz zu solchen Pflanzenfressern wie Pferden, Nashörnern, Kaninchen, oder vielen anderen Affen-Arten, die ihre Pflanzennahrung im Dickdarm verdauen, haben «Vormagen-Verdauer» dabei ein Problem: Ihr Verdauungssystem verträgt es nicht, wenn zu hohe Futtermengen aufgenommen werden. Dann fliesst der Nahrungsbrei zu schnell durch den Vormagen. Sie sind sozusagen zu zurückhaltender Futteraufnahme verdammt. Dickdarm-Verdauer haben keine solche Beschränkung. Unter ihnen gibt es Arten mit hoher Futteraufnahme wie die Elefanten oder mit niedriger Futteraufnahme wie Koalabären.
Nur Wiederkäuer – also Kühe, Büffel, Hirsche, Antilopen, Giraffen und Kamele – haben laut Clauss eine Lösung für das Vormagen-Problem gefunden. Da sie den Futterbrei intensiv zerkleinern, können sie sich eine höhere Futteraufnahme leisten. Und genau diese Theorie scheint durch die Beobachtungen an den Nasenaffen unterstützt zu werden. Sie weisen darauf hin, dass die Affen an Tagen, an denen sie das wiederkauartige Verhalten zeigen, insgesamt länger und damit vermeintlich mehr fressen als an anderen Tagen.
Bislang wurde dieses Verhalten nur bei Nasenaffen aus einem bestimmten Gebiet in Malaysia beobachtet. Ob es sich hier um eine regionale Tradition handelt, oder ob alle Nasenaffen dieses Verhalten zeigen und es bislang nur nicht bemerkt wurde, bleibt offen.
Literatur:
Ikki Matsuda, Tadahiro Murai, Marcus Clauss, Tomomi Yamada, Augustine Tuuga, Henry Bernard and Seigo Higashi: Regurgitation and remastication in the foregut-fermenting proboscis monkey (Nasalis larvatus), in: Biology Letters, doi:10.1098/rsbl.2011.0197
Last job offers
- Business - 22.5
Senior wissenschaftliche Mitarbeitende / Dozierende (70-100%) - Business - 22.5
Wissenschaftliche Mitarbeitende / Doktorandinnen & Doktoranden (50-100%) - Arts - 21.5
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (50%) - Computer Science - 21.5
PhD Candidate in Healthcare Innovation Management - Arts - 21.5
SNF-Doktorand/in (50%) - Medicine - 21.5
Professeur-e ordinaire ou associé-e et responsable de l’Unité de neurochirurgie pédiatrique - Computer Science - 15.5
Computer Scientist specialized in Mobile Devices - Pedagogy - 15.5
Doktorandin oder Doktorand






» Share this page: