Gastausstellung der Hochschule Luzern – Technik & Architektur in der Kunsthalle Luzern

Die Abteilung Architektur der Hochschule Luzern lud den ehemaligen Dozenten für Visu- elles Gestalten, Josef Ittig, nach seiner Pensionierung ein, eine Ausstellung im Zusammen- hang mit seiner 39-jährigen Lehrtätigkeit zu entwickeln. Dafür reflektierten 39 Absolven- ten den Einfluss ihres früheren Dozenten auf ihr heutiges Schaffen. Das Ergebnis - bebil- dert mit Fotos des renommierten Architekturfotografen Heinrich Helfenstein - ist vom 23. September bis zum 30. Oktober 2011 in der Kunsthalle Luzern zu sehen.



Knapp vier Jahrzehnte prägte Josef Ittig die Architektenausbildung am Technikum Luzern, der HTA und schliesslich der Hochschule Luzern - Technik & Architektur. Dies ist umso bemer- kenswerter, als dass er nicht im engeren Architekturbereich unterrichtete, sondern den Studie- renden das visuelle Gestalten näher brachte. Doch welches Gewicht hat die visuelle Gestaltung in der Architekturausbildung und wie wurde der Werdegang der Absolventen durch Ittigs intensive Lehrtätigkeit geprägt? Diesen Fragen geht die Ausstellung «In den Raum gestellt - Visuelle Gestaltung und Architektur im Dialog» nach, die der heute 66-jährige zusammen mit der Hochschule Luzern entwickelte. Für die Ausstellung wurden 39 ehemalige Studierende von Josef Ittig ausgewählt, die sein Wir- ken in einer These formulieren sollten: «Gemeinsam mit den Ehemaligen wollte ich das Span- nungsfeld zwischen der Visuellen Gestaltung und der Architektur im Hinblick auf die Zeitspan- ne meiner Lehrtätigkeit aufzeigen», erklärt Josef Ittig. Für viele seiner Studierenden sei die Be- schäftigung mit den Phänomenen der visuellen Wahrnehmung und deren handwerklicher und gestalterischer Umsetzung eine entscheidende Erweiterung ihres architektonischen Horizontes gewesen. Die Auseinandersetzung mit Bildwelten verhalf ihnen eine eigenständige Entwurfs- methodik aufzubauen. Projektleiter Dieter Geissbühler ergänzt: «Die lange Lehrtätigkeit ist auch ein Beleg dafür, dass visuelles Gestalten zentraler Aspekt einer erfolgreichen Architektur- ausbildung sein muss. Ohne gestalterischen Wissens wäre kein Architekt in der Lage, ein quali- tätsvolles Gebäude zu entwerfen.» Die Absolventinnen und Absolventen formulierten aus ihrem eigenen Werk eine persönliche These, die von dem Texter Robert Roos sprachlich geschärft wurden. Der renommierte Archi- tekturfotograf Heinrich Helfenstein interpretierte diese Thesen bildlich. Die 39 Fotografien und 39 Thesen, ergänzt von einer Auswahl an Skizzenbüchern der Absolventinnen und Absolven- ten, sind ab 23. September als Gastprojekt in der Kunsthalle Luzern zu sehen. Unterstützt wird die Ausstellung durch das Bildungs- und Kulturdepartement Kanton Luzern, die Casimir Eigensatz Stiftung und die Gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Luzern. Die Vernissage findet am Freitag, 23. September 2011 um 18.00 Uhr statt, die Finissage ist am Sonntag, 30. Oktober 2011 ebenfalls um 18.00 Uhr. Mehr unter: www.kunsthalleluzern.ch
Filmvorführung «How much does your building weigh, Mr Foster?» mit anschliessender Podiumsdiskussion zum Thema «Visuelle Gestaltung und Architektur in der Ausbildung»
Am Mittwoch, 12. Oktober wird im stattkino Luzern der Film «How much does your building weigh, Mr Foster?» über Sir Norman Foster gezeigt. Danach diskutieren Roger Boltshauser (Absolvent der Hochschule Luzern mit Architekturbüro in Zürich), Hansjürg Buchmeier (Do- zent Visuelles Gestalten, Hochschule Luzern), Gregor Imhof (Filmwissenschaftler und Dozent Grundlagen, Hochschule Luzern) und Dieter Geissbühler (Dozent Architektur, Hochschule Luzern) über das Verhältnis des visuellen Gestaltens zur Architektur in der Ausbildung.


SIA und Hochschule Luzern lancieren Veranstaltungsplattform
Zusammen mit der Architekturfachgruppe Zentralschweiz des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) hat die Hochschule Luzern - Technik & Architektur eine neue Ver- anstaltungsplattform ins Leben gerufen: Interessierte können sich hier auf einen Blick über Ar- chitektur-Vorträge, Ausstellungen oder Führungen in der Region informieren. Die Eingabe von Einträgen in die Agenda ist gratis. Veranstalter wie Architekturfans finden die neue Website unter www.architekturagenda.ch. Zur Einweihung der Plattform findet am Donnerstag, 22. September um 18.00 Uhr eine Vernissage in der Kunsthalle Luzern statt.
 

 
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