- Physics - 15:00
Eawag- Forscher wird Professor der EPF Lausanne - Agronomy - 11:01
La pompe à essence des cellules enfin identifiée - Media Sciences - May 24
Mehr Windenergie dank ZHAW- Messungen - Psychology - May 24
Bundesrat wählt ZHAW- Direktor in Kommission für Psychologieberufe - Social Sciences - May 24
«Sozialer Kitt» der Schweizer Gesellschaft wird untersucht - Chemistry - May 24
Mieux attaquer le cancer tout en améliorant le confort des patients - Business - May 24
713 Mio. Franken für die Grundlagenforschung - Literature - May 23
Comment parle l’Europe? - Pedagogy - May 23
Mauro Dell’Ambrogio leitet ab 1. Januar 2013 das neue Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI - Medicine - May 23
Texting Made Possible for the Illiterate - Social Sciences - May 23
Junge Erwachsene trinken wahrscheinlich doppelt so viel Alkohol wie bisher angenommen - Earth Sciences - May 22
Reconstruction of atmospheric lead concentrations in Russia since 1680 - Agronomy - May 22
Grosse Bienenverluste bestätigen die Forschungsbemühungen - History - May 21
Pologne - Ukraine: cohésion et controverses
Agronomy
Chemistry
Physics
Computer Science
Environmental Sciences
Life Sciences
Medicine
Business
History
Pedagogy
Social Sciences
Media Sciences
» » more
Harry Potter & Co. als religiöses Laboratorium
Fantasy-Romane machen das Unsagbare fassbar. In seiner Dissertation kommt der Theologe Mike Gray zum Schluss, dass solche Geschichten in einer religiös fragmentierten Gesellschaft zeigen, dass «uns letztlich dieselben Fragen umtreiben, auch wenn wir sie ganz unterschiedlich beantworten».
«Fantasy Fiction-Romane sind eine Art religiöse Laboratorien», sagt der Theologe Mike Gray. Der Amerikaner untersucht in seiner Dissertation, wie drei ganz unterschiedliche Fantasy-Serien religiöse Identität aufbauen.
Mike Gray war schon als Kind ein Fantasy-Liebhaber. Bereits mit vier Jahren liess er sich von seiner Mutter C. S. Lewis’ «Chroniken von Narnia» vorlesen. Diese Bücher waren später einer der Gründe, weshalb er begann, Theologie zu studieren.
Heute untersucht Gray in seiner vom Forschungskredit der Universität Zürich geförderten Arbeit die Fantasy-Serien «Left Behind», «His Dark Materials» und «Harry Potter». Alle drei Serien entstanden in den letzten zehn Jahren.
In «Left Behind», einem amerikanischen Kassenschlager, herrscht Endzeitstimmung. Die Autoren Tim Lahaye und Jerry Jenkins, die sich selbst als christliche Hardliner bezeichnen, erzählen von den chaotischen, letzten Tagen der Welt, wenn die Gläubigen von den Ungläubigen geschieden werden.
«His Dark Materials» des britischen Atheisten Philip Pullman feiert die Tötung Gottes als Höhepunkt der Geschichte. Eines seiner weiteren Bücher dürfte Kinogängern unter dem Titel «Der Goldene Kompass» bekannt sein.
Der Welterfolg «Harry Potter» schliesslich handelt von Zauberern und Magiern. Die Autorin J. K. Rowlings wird von Kritikern als Satanistin verschrieen, andere lesen ihre Bücher in der Sonntagsschule.
Die drei Geschichten haben völlig unterschiedliche Plots. Dennoch beschäftigen sie sich mit ähnlichen Grundfragen: «Alle drei Fantasy-Serien setzen sich mit Transzendenz – dem Unsagbaren, jenseits der Welt und des Menschen – auseinander», sagt Gray. «Sie erschaffen alternative Welten und wollen dadurch das Unverständliche verständlich machen.»
Gray geht in seiner Arbeit vom Religionsbegriff Niklas Luhmanns aus. Gemäss Luhmann entsteht Religion dort, wo man versucht das Unsagbare zur Sprache zu bringen. «Und genau das geschieht in Fantasy Fiction-Romanen. Sie versuchen, Transzendenz verständlich zu machen.»
«His Dark Materials» hingegen sieht Gott selbst als Bösewicht, den es zu eliminieren gilt. Die Menschen sollen selbständig zur Reife finden, um in eine echte Verbindung mit dem Universum treten zu können.
Harry Potter sieht sich mit dem Unergründlichen in Form von Zauberei konfrontiert, was jedoch eher Probleme schafft, als Rettung verheisst. Letztlich führt nicht Magie, sondern die Liebe zur Erlösung.
«Die Romane haben ähnliche Anliegen. Ihre Grundfragen sind dieselben», bilanziert Gray. «Sie werden zwar anders angepackt, stossen aber wiederum an ähnliche Grenzen beim Versuch, das Unsagbare in die Sprache hereinzubringen. In der heutigen religiös fragmentierten Gesellschaft könnte es ein Gewinn sein, zu erkennen, dass uns letztlich dieselben Fragen umtreiben, auch wenn wir sie ganz unterschiedlich beantworten.»
Gefördert werden Angehörige der Universität Zürich, die am Anfang ihrer akademischen Karriere stehen und ein Dissertations-, Postdoc- oder Habilitationsprojekt an der Universität durchführen möchten.
Der Forschungskredit unterstützt die Forschungsprojekte namentlich mit Salärbeiträgen. Zusätzlich beantragt werden können Beiträge an Sachmittel, die für die Durchführung des Projekts notwendig sind.
Links
University of ZurichLast job offers
- Mechanical Engineering - 25.5
Wissensch. Mitarbeitende / Assistierende Thermomechanische Simulation und Validierung - Mechanical Engineering - 25.5
Wissensch. Mitarbeitende / Assistierende Thermal Systems Engineering - Civil Engineering - 24.5
Wissensch. Assistent/in MINERGIE® Agentur Bau (80–100 %) - Agronomy - 22.5
Wissenschaftliche Mitarbeiter/in Koordination Agrar-Umweltindikatoren - Electroengineering - 21.5
Elektroingenieur/in FH - Social Sciences - 21.5
wissenschaftliche Mitarbeiterin/ wissenschaftlicher Mitarbeiter - Electroengineering - 21.5
Sektionsleiter/in - Life Sciences - 17.5
Hochschulabsolventen (m/w) Fachrichtungen Biologie, Mikrobiologie, Bio-Informatik...







» Share this page: