Im Sportunterricht Gesellschaftswerte trainieren

Was hat Tanzen mit Gewaltprävention und Fussball mit Chancengleichheit zu tun? Vom 23. bis 24 August tauschen sich an einer Tagung 80 Sportdidaktikerinnen und Sportdidaktiker der ganzen Schweiz in Brugg zu diesen und anderen Fragen aus. Eine Tagung mit nationaler Ausstrahlung.

Gut konzipierter Sportunterricht leistet einen elementaren Beitrag zur Gesamtentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Voraussetzung dazu ist eine Didaktik, die die verschiedenen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und Differenzen überbrückt. An der Tagung in Brugg tauschen sich Sportdidaktikerinnen und Sportdidaktiker aus der ganzen Schweiz darüber aus, wie der Sportunterricht nach neuesten Erkenntnissen zu gestalten ist, damit er Geschlechtergerechtigkeit fördert und auch zur Gewaltprävention beitragen kann.

Im Sportunterricht wird die Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler jeweils besonders deutlich: Klischees wie «Knaben wollen Fussball spielen, Mädchen tanzen», scheinen sich oft zu bestätigen. Solche Gegensätze sollen jedoch nicht noch zusätzlich unterstützt, sondern zum Anlass genommen werden, die Schülerinnen und Schüler für alle Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenlebens gleichberechtigt zu sensibilisieren. Denn im Sportunterricht lernen Kinder und Jugendliche im Zusammenspiel sich zu koordinieren und Rücksicht auf die Schwächeren zu nehmen, mit Sieg und Niederlage, Triumph und Frust umzugehen und ihre unterschiedlichen Auffassungen von Fairness und Regeln einander anzugleichen.

Die Tagung der Dozierenden für Sport und Bewegung an den Pädagogischen Hochschulen der Schweiz (DOBS) findet vom 23. bis 24 August 2012 in Brugg-Windisch statt.

 
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