Nacht der Technik: Kommen, sehen und staunen
Am 6. Juli 2012 öffnet die ZHAW School of Engineering in Winterthur ihre Türen für die Nacht der Technik.
Am 6. Juli 2012 öffnet die ZHAW School of Engineering in Winterthur ihre Türen für die Nacht der Technik.
An der Nacht der Technik treffen Besucherinnen und Besucher auf Schritt und Tritt auf aktuelle Forschungsprojekte und Experimente. Beim Rundgang durch den Campus sowie Labors der ZHAW School of Engineering können sie sich zum Beispiel ihren persönlichen ökologischen Fussabdruck berechnen lassen - und werden so auf ihren Energieverbrauch und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen sensibilisiert. Neben Brennpunktthemen wie Umwelt und Energie ist beispielsweise auch die Verbrechensbekämpfung Thema: Das Projekt «BioSec» erinnert an CSI New York-Requisiten und widmet sich der Entwicklung einer mobilen Biometrie-Erfassung, die in der Forensik eingesetzt werden soll. «Der tragbare Fingerabdruck-Scanner soll vorwiegend als Zutrittskontrollsystem eingesetzt werden. Einsätze sind jedoch überall dort denkbar, wo eine eindeutige Identifikation notwendig ist», so Projektleiter Hans-Rudolf Helfer. Künftig soll der Scanner auch Gesichter erkennen können.
Wer es lieber sportlich hat, kommt beim Fahrrad-Simulator auf seine Kosten: Dieser visualisiert den Effekt von Bodenunebenheiten auf Gelenke und Kopf des Menschen. Anhand dieser Daten können die Feder- und Dämpfungseigenschaften des Fahrrades so eingestellt werden, dass der Komfort des Velofahrers möglichst gross ist.
Wesentlicher Bestandteil des Abends sind auch die Bachelorarbeiten: Absolventinnen und Absolventen der ZHAW School of Engineering stehen Rede und Antwort und präsentieren mit Plakaten und Broschüren, wie sie die Fragestellungen aus der Industrie anwendungsorientiert umgesetzt haben. Ein Grossteil der praxisrelevanten Arbeiten findet in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen statt.
Damit es auch in Zukunft nicht an Technikbegeisterten mangelt, gibt es den «Tech-Corner Probieren» für Kinder ab sechs Jahren. Dort dürfen die Kleinen gemeinsam mit ihren Eltern in die Welt der Technik eintauchen und sich auch selber als Forscher oder Erfinderin probieren.
Dem Anlass voraus geht der seit 1925 schweizweit einzigartige «Frackumzug» in der Winterthurer Altstadt, wo die Studierenden ihre selbstgebauten Fahrzeuge präsentieren: Während bei den Bachelorarbeiten klare Vorgaben gelten, sind hier der Phantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt - von der integrierten Popcorn-Maschine bis hin zum Luftkissenantrieb war fast alles schon anzutreffen. Eine weitere Tradition ist das «BartAb». 100 Tage vor dem Frackumzug verpflichten sich die Absolventen der Abschlussklassen mit dem «Bartvertrag» zur letzten Rasur. An der Nacht der Technik dürfen sich die «Bärtigen» schliesslich wieder rasieren. Fachgerecht wird dies von Studentinnen des Departements Gesundheit der ZHAW übernommen.
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