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Trotzdem reden - Unterstützte Kommunikation
31 October 2011 - FHNW
Filmpremiere an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
In Olten findet an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW am 12. November die Premiere des Dokumentar- und Lehrfilms ‹Trotzdem Reden: Unterstützte Kommunikation› statt. Der Film zeigt Menschen in ihrem Alltag, die aufgrund einer Beeinträchtigung nicht oder kaum sprechen können und wie sie dank verschiedener Methoden und Hilfsmittel trotzdem reden können.
Im Fokus des Films steht das Fachgebiet der Unterstützten Kommunikation (UK), das sich mit der Problematik von Menschen mit schweren Kommunikationsbeeinträchtigungen befasst. Die Zürcher Filmemacher Tula Roy und Christoph Wirsing porträtieren lebensnah und einfühlsam Menschen, deren Lautsprache stark eingeschränkt oder nicht vorhanden ist und wie sie dank verschiedenen Formen und Techniken der UK mit Familienangehörigen und Bezugspersonen zu Hause, in der Schule oder am Arbeitsplatz kommunizieren können. Weitere Mitwirkende sind Fachpersonen aus der Praxis, der Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung. Der Film unterstreicht das grosse Potenzial und den für alle Beteiligten überaus effizienten Nutzen von UK in der Behindertenarbeit.
In Olten findet an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW am 12. November die Premiere des Dokumentar- und Lehrfilms ‹Trotzdem Reden: Unterstützte Kommunikation› statt. Der Film zeigt Menschen in ihrem Alltag, die aufgrund einer Beeinträchtigung nicht oder kaum sprechen können und wie sie dank verschiedener Methoden und Hilfsmittel trotzdem reden können.
Im Fokus des Films steht das Fachgebiet der Unterstützten Kommunikation (UK), das sich mit der Problematik von Menschen mit schweren Kommunikationsbeeinträchtigungen befasst. Die Zürcher Filmemacher Tula Roy und Christoph Wirsing porträtieren lebensnah und einfühlsam Menschen, deren Lautsprache stark eingeschränkt oder nicht vorhanden ist und wie sie dank verschiedenen Formen und Techniken der UK mit Familienangehörigen und Bezugspersonen zu Hause, in der Schule oder am Arbeitsplatz kommunizieren können. Weitere Mitwirkende sind Fachpersonen aus der Praxis, der Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung. Der Film unterstreicht das grosse Potenzial und den für alle Beteiligten überaus effizienten Nutzen von UK in der Behindertenarbeit.
Nicht sprechenden Menschen eine Stimme geben
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schweren Kommunikationsbeeinträchtigungen ist es schwierig, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu äussern und ihre Persönlichkeit darzustellen. In Ergänzung zu logopädischer Förderung der Laut- und Schriftsprache bietet hier UK im Zusammenspiel mit körpereigenen Kommunikationsformen und UK-spezifischen technischen Hilfen vielfältige Möglichkeiten, um die kommunikativen Bedingungen erheblich zu verbessern und zu normalisieren.
Der Dokumentar- und Lehrfilm zeigt das breite Spektrum der UK an körpereigenen Kommunikationsformen sowie elektronischen und nichtelektronischen Kommunikationshilfen, die die Lautsprache einzeln oder in Kombinationen ergänzen oder ersetzen, z.B. Gebärden und Handzeichen, Piktogrammtafeln und -bücher, einfache Sprachausgabegeräte oder komplexe Sprechcomputer.
Dies ermöglicht vielen Betroffenen, sich lautstark auszudrücken, sich in das soziale Geschehen in ihrem Umfeld einzubringen und es mitzugestalten. Sie erhalten Zugang zu Bildung und Kultur und können am gesellschaftlichen Leben aktiv teilnehmen. Unterstützt kommunizieren lernen zu können, bedeutet einen grossen Gewinn an Lebensqualität – insbesondere dann, wenn auch die Bezugspersonen bereit sind und lernen, sich auf die unterstützte Kommunikation einzulassen.
Für Möglichkeiten und Potenzial sensibilisieren
Tula Roy und Christoph Wirsing realisierten den vom Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB und Sponsoren mitfinanzierten Dokumentar- und Lehrfilm ‹Trotzdem Reden: Unterstützte Kommunikation› im Bewusstsein dieses wichtigen Fachgebiets in der Behindertenhilfe und auf Anregung aus der Praxis. Er entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut Integration und Partizipation IIP der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, das u.a. im Schwerpunkt ‹Menschen im Kontext von Behinderung› tätig ist. Für das Fachkonzept des Films zeichnet Dorothea Lage, Sonderpädagogin und Dozentin im IIP, verantwortlich. Sie hält einleitende Fachkommentare und hat das Begleit-Booklet ‹Unterstützte Kommunikation› zum Film erarbeitet. Als anerkannte Expertin im Fachbereich UK leitet sie auch entsprechende Weiterbildungen.
Der Film hat eine Spieldauer von rund 120 Minuten. In sechs Kapiteln, die selektiv anwähl- und anwendbar sind, werden die wichtigsten Schwerpunkte thematisiert:
Der Film richtet sich an Betroffene, ihre Bezugspersonen und Betreuende, an Studierende und Unterrichtende in der Erwachsenenbildung sowie an Fachpersonen, die an grundsätzlichen, neuen und/oder zusätzlichen Informationen zu UK interessiert sind und mit ihrem persönlichen Engagement dazu beitragen wollen, UK noch besser in der Sozialen Arbeit im Kontext von Behinderung zu etablieren.
Dies ist im Sinne einer nachhaltigen Förderung der Gleichstellung und Integration von Menschen mit Behinderungen ein zentrales Anliegen, denn UK ist noch längst nicht allen zugänglich. Manchmal verlernen unterstützt kommunizierende Personen auch ihre kommunikativen Fähigkeiten wieder, weil sie ihren Lebensort wechseln (müssen) und UK in ihrem neuen Lebensbereich nicht bekannt ist und nicht weitergeführt wird. Ausserdem braucht es ausgebildete Fachpersonen in der Rehabilitation, in Sonderschulen, Wohnheimen oder Therapiestationen, welche UK-spezifisch arbeiten. Da besteht noch viel Handlungsbedarf. Mit ein Grund, weshalb die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW als Partnerin des 3. UK-Symposiums, das sich an Fachpersonen im Bereich UK in der Schweiz richtet, im September 2012 nach Olten lädt.
Die Filmpremiere vom 12. November 2011, 15.30 Uhr in der Aula der Fachhochschule Nordwestschweiz an der Riggenbachstrasse 16 in Olten ist öffentlich, es wird jedoch um Anmeldung an julia.bannwart @ fhnw.ch gebeten.
DVD und Begleit-Booklet (Sprachen/Untertitel: Deutsch, Französisch, Englisch) können unter www.trotzdem-reden.de bezogen werden.
Die Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW ist die grösste Hochschule für Soziale Arbeit der Deutschschweiz, mit Standorten in Basel und Olten. Sie bietet ein Bachelor-Studium und ein Master-Studium in Sozialer Arbeit an. Derzeit sind über 1200 Studierende an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW eingeschrieben und rund 1000 Personen besuchen jährlich eine Weiterbildung.
Einladung an Medienschaffende
Sie sind herzlich zur Teilnahme an der Filmpremiere eingeladen.
Download Programm auf http://www.fhnw.ch/sozialearbeit/event-2356
Situationsplan FHNW in Olten auf www.fhnw.ch/sozialearbeit/
Anmeldung erbeten an silvia.bau @ fhnw.ch
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