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Veränderte Umwelt macht Buntbarsche klüger

Buntbarsche sind für ihr hochentwickeltes und anpassungsfähiges Verhalten bekannt. (Bild: Eawag)
Eine Studie der Universität Bern zeigt: Ostafrikanische Buntbarsche, die in ihrer Kinderstube einem Futterwechsel ausgesetzt waren, zeigen als Erwachsene deutlich bessere kognitive Leistungen. Die Forschenden konnten damit erstmals experimentell belegen, dass ein einziger markanter Wechsel in den Umweltbedingungen positive Auswirkungen auf die Intelligenz hat.
Veränderte Umweltbedingungen rufen bei jungen Buntbarschen später eine kognitive Leistungssteigerung hervor. Dies weisen Alexander Kotrschal und Barbara Taborsky des Instituts für Ökologie und Evolution der Universität Bern in ihrer Studie nach. Damit ist nicht nur erstmals experimentell belegt, dass eine wechselhafte Kinderstube positive Auswirkungen auf die Intelligenz von erwachsenen Buntbarschen haben kann, sondern dass dafür auch ein einziger, markanter Wechsel in den Umweltbedingungen ausreicht. Die Resultate der Studie wurden nun im Journal «Public Library of Science - Biology» veröffentlicht.
In ihrem Experiment versorgten die Forschenden junge Buntbarsche während der Aufzucht mit viel oder wenig Futter. Nach der Halbzeit erfuhr ein Teil der Tiere einen Wechsel zwischen diesen zwei Fütterungsbedingungen. Im Lerntest mussten sie später zeigen, wie gut sie ein bestimmtes Symbol mit «Futter» in Verbindung setzen konnten. Sowohl als Halbwüchsige als auch als Erwachsene zeigten diejenigen Tiere, die einem Futterwechsel während der frühen Aufzucht ausgesetzt waren, deutlich bessere Leistungen als alle anderen. Dieses Ergebnis war unabhängig von der absoluten Futtermenge während der Aufzucht und auch davon, ob die Tiere von wenig auf viel, oder von viel auf wenig Futter umgestellt worden waren.
Da der ostafrikanische Buntbarsch mit seinem hochentwickelten und anpassungsfähigen Verhalten ein Organismus mit Modellcharakter ist, könnten die Resultate bedeuten, dass «das, was uns nicht umbringt, nicht nur stärker, sondern auch klüger macht», so Alexander Kotrschal.
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