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Vereint im Einsatz für Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz
24 October 2011 - FHNW
Am diesjährigen Forum Wirtschaftspsychologie der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW diskutierten Simone Grebner und Führungskräfte aus Schweizer Unternehmen im Stadttheater Olten über den zunehmenden Stress der Schweizer Erwerbstätigen, Präventions-massnahmen und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz.
Zum zweiten Mal veranstaltete die Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW gemeinsam mit ihrer Ehemaligen-Organisation das Forum Wirtschaftspsychologie. Eingeladen wurde zu einer Podiumsdiskussion über die Themen Arbeit und Gesundheit. über 150 Ehemalige aus Aus- und Weiterbildung und weitere Interessierte waren der Einladung zur Podiumsdiskussion gefolgt.
Zum zweiten Mal veranstaltete die Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW gemeinsam mit ihrer Ehemaligen-Organisation das Forum Wirtschaftspsychologie. Eingeladen wurde zu einer Podiumsdiskussion über die Themen Arbeit und Gesundheit. über 150 Ehemalige aus Aus- und Weiterbildung und weitere Interessierte waren der Einladung zur Podiumsdiskussion gefolgt.
Ausgangspunkt des Podiums waren die kürzlich unter der Leitung von Simone Grebner erarbeiteten Ergebnisse der Stress-Studie 2010. Diese war vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO in Auftrag gegeben worden und rief in der Schweiz ein breites Medienecho hervor. «Generell fühlen sich mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch Stress belastet, als noch vor zehn Jahren», so Grebner in ihrem Eingangsreferat. «Es gibt grossen Handlungsbedarf bei den Präventionsmassnahmen.»
Typische Ursachen des zunehmenden Stresses seien häufige Unterbrechungen bei der Arbeit, Arbeiten mit hohem Tempo, Termindruck und geringe Anerkennung der Arbeitsleitung im Unternehmen, so Grebner.
Gesundheitsmanagement im Unternehmen
Wie gehen Schweizer Unternehmen mit dieser Herausforderung um? Die Gäste des Podiums von Helsana, Basler Versicherungen, Kuhn Rikon und Swisscom vermittelten ein umfassendes Bild davon, wie Gesundheitsprävention und betriebliches Gesundheitsmanagement aktuell in Schweizer Unternehmen umgesetzt wird. Die Anwesenden waren sich darin einig, dass dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement heute ein hoher Stellenwert zukommt. Die konkreten Massnahmen präsentieren sich sehr vielfältig. Kuhn Rikon beispielsweise verfolgt mit dem Label Friendly Work Space ein ganzheitliches Konzept, das ein gutes Unternehmensklima zum Ziel hat. «Wir messen den Erfolg unserer Massnahmen regelmässig durch Mitarbeiterbefragungen», so Daniel Obrist von Kuhn Rikon.
Weitere Massnahmen der Unternehmen reichen von freiwilligen Angeboten zum Ausgleichs-Sport in der Mittagspause, Meditation über Lungentests bis zum gezielten Managen von Abwesenheitszeiten der Mitarbeitenden. Die Verantwortung liege auf beiden Seiten, befanden die Firmenvertretenden. Die Firma müsse das Wohl und die Gesundheit der Mitarbeitenden vor Augen haben. Gleichzeitig läge auch eine Verantwortung für die Einschätzung der eigenen Belastungsgrenzen und für eine ausgeglichene Lebensweise bei den Mitarbeitenden selbst.
Hochschuldirektor Heinz Schüpbach betonte in der Zusammenfassung der Diskussion, dass die Verantwortung der Unternehmen ganz wesentlich in der Gestaltung von Arbeitsbedingungen liege. Die Arbeitspsychologie könne dabei einen wesentlichen Beitrag leisten. Da die Auslöser von Stress in den nächsten Jahren kaum abnehmen würden, liege der Fokus auf der Schaffung von Ressourcen. Eine selbständige Einteilung der Arbeit, gegenseitige Unterstützung und ein aktiver Umgang mit Stressauslösern könnten bei der Bewältigung helfen.
Das nächste Forum Wirtschaftspsychologie findet am 08.Novemeber 2012 statt. Als Thema wurde dieses Mal «Innovation und Unternehmenskultur» gewählt.
Die Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW hat sich seit ihrer Gründung 2006 zu einem führenden Kompetenzzentrum für Fragen der Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie in der Schweiz und im deutschsprachigen Raum entwickelt. Sie bietet ihren rund 300 Studierenden ein anspruchsvolles, auf aktuellen Forschungsergebnissen basierendes und praxisorientiertes Bachelor- und Master-Studium. Die Weiterbildung umfasst ein vielfältiges Angebot zu den genannten Themenbereichen.
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