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Vontobel-Preis geht an Nachwuchsforscher in Dallas und Zürich
Der Vontobel-Preis 2011 für Altersforschung wird heute Donnerstag an Lucia Pagani sowie ex aequo an Anna Mascherek und David Weiss verliehen. Der von der Familien-Vontobel-Stiftung mit 30’000 Franken dotierte Preis ist einer der wichtigsten auf dem Gebiet der Altersforschung.
Anlässlich der 12. Zürcher Gerontologietags wird Lucia Pagani mit dem ersten Preis, dotiert mit 15’000 Franken, ausgezeichnet. Lucia Pagani, Jahrgang 1980, studierte in Mailand und promovierte an der Universität Basel. Seit Anfang 2011 ist sie Postdoktorandin am University of Texas Southwestern Medical Center in den USA.
Die prämierte Arbeit von Pagani behandelt ein Problem von hoher klinischer und praktischer Bedeutung, nämlich die hormonalen Grundlagen der Schlafqualität im Alter. Eine hohe Schlafqualität ist für die Mehrheit der älteren Personen zentral für den Erhalt ihrer alltäglichen Lebensqualität und ein besseres Verständnis der beeinflussbaren Ursachen von schlechtem Schlaf im Alter die Voraussetzung für eine nebenwirkungsarme Behandlung von Schlafstörungen. Pagani hat in ihrer Arbeit herausgefunden, dass sich die zellulären Taktgeber des Tag-Nacht-Rhythmus in Isolation nicht unterscheiden. Sie reagieren jedoch unterschiedlich, wenn Serum von jungen oder alten Menschen dazugegeben wird. Diese Befunde liefern die Grundlage, um hormonelle Substanzen zu suchen, die zur Schlafqualität im Alter beitragen.
Einen zweiten Preis von je 7500 Franken erhalten ex aequo Anna Mascherek und David Weiss. Mascherek, geboren 1984, studierte in Bochum und arbeitet seit 2009 am Psychologischen Institut der Universität Zürich. Sie hat in ihrer Arbeit untersucht, inwieweit individuelle Unterschiede im täglichen intellektuellen Engagement sich auf die kognitiven Leistungen im Alter auswirken.
Weiss, 1979 geboren, studierte in Kiel und promovierte in Erlangen. Seit 2009 arbeitet er als Postdoktorand am Psychologischen Institut der UZH. Seine Arbeit zeigt, wie ältere Menschen als aktive Manager ihrer eigenen Lebensqualität funktionieren. Sie nutzen sowohl positive als auch negative Altersbilder, haben Umgang mit älteren und jüngeren Personen und stabilisieren ihr eigenes positives Selbstbild angesichts alltäglicher und aussergewöhnlicher Anforderungen.
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