doktorat in der schweiz

doktorat in der schweiz

Sie haben Ihr Masterstudium beendet und interessieren sich für ein Doktorat. Nachstehend finden Sie Informationen zum Doktorat in der Schweiz.

Was?

Eine Dissertation führt zum Doktortitel, dem höchsten akademischen Titel in der Schweiz. Abgekürzt wird er Dr. phil., im englischsprachigen Raum PhD oder DPhil/D.Phil. (vom Lateinischen philosophiae doctor, was Philosophielehrer bedeutet). Ein Doktorat ist in der Schweiz Voraussetzung für eine akademische Karriere an Universitäten oder für eine Forscherkarriere in der Industrie.

Wo?

In der Schweiz vergeben nur die 12 Universitäten anerkannte Doktortitel. Fachhochschulen und Firmen können keine Doktortitel verleihen. Hingegen ist es möglich, in Zusammenarbeit mit einer Universität die Forschungsarbeit an einer Fachhochschule oder in einer Firma durchzuführen. Die Promotion erfolgt dann an der entsprechenden Universität.

Wer?

Für ein PhD wird ein anerkannter Master- oder ein äquivalenter Abschluss (Diplom, Lizenziat) vorausgesetzt. (Anders als beispielsweise in den USA ist ein PhD nach einem Bachelorabschluss nicht möglich.) Manchmal wird auch eine bestimmte Abschlussnote verlangt. Jede Universität hat ihre eigene Zulassungsregelungen. Wenden Sie sich an die entsprechende Universität für detaillierte Angaben.

Wann?

Das Doktorat wird üblicherweise im Anschluss an das Masterstudium gemacht. Doktorierende starten gleich zu Beginn des Doktorats ihr Forschungsprojekt. Sie besuchen keine Vorlesungen, wie dies in anderen Ländern vor dem Beginn der Forschungsarbeit üblich ist, aber an einigen Fakultäten sind Weiterbildungsveranstaltungen oder Summer Schools obligatorisch oder möglich.

Wie lange?

Die Dauer des Doktorats hängt von der Universität, dem Fachgebiet und der Vertragsart (Teilzeit/Vollzeit) ab und variiert im Durchschnitt zwischen 2 und 7 Jahren: Ein Doktorat in technischen, exakten und Naturwissenschaften dauert ungefähr 4 Jahre. In Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften ist ein Abschluss bereits nach 2 Jahren möglich, während Doktorierende in Geistes- und Sozialwissenschaften mit 5-7 Jahren rechnen müssen.

Wie viel?

Doktorierende werden normalerweise als Assistierende oder Doktorierende von der Universität angestellt. Der Lohn fällt je nach Fachgebiet und Universität sehr unterschiedlich aus und kann zwischen 2’000 und 6’000 CHF pro Monat betragen. Der Lohn muss im Arbeitsvertrag festgehalten sein.

Anstellungen als Doktorand/in in Firmen oder Fachhochschulen sind auch möglich, aber selterner. (Das Doktorat wird dann in Zusammenarbeit mit einer Universität gemacht.) Eine beträchtliche Anzahl Doktorierender finanziert sich zudem selber, d.h. sie bringen ihr eigenes Stipendium mit oder verdienen ihren Lebensunterhalt mit einer Anstellung ausserhalb der Hochschule. Weitere Informationen zum Einkommen finden sich in der Sektion Löhne.

Wie?

Die Arbeitsbedingungen sehen je nach Hochschule und Institut sehr unterschiedlich aus. An einigen Instituten sind die Doktorate in Graduiertenprogrammen organisiert, an anderen gehen die Doktorierenden unabhängig ihrer Forschungsarbeit nach.  Doktorierende werden oft nur Teilzeit, üblicherweise zu 50% angestellt. Je nach Vertrag kann die gesamte Arbeitszeit für die Forschung benützt werden, oder aber ein Teil der Arbeitszeit muss für Assistenz (Betreuen von Studierenden, Arbeiten für das Institut) verwendet werden. Dies sollte im Pflichtenheft festgehalten sein.

Wenn die Anstellung weniger als 100% beträgt, sind Doktorierende frei, die restliche Zeit zu verwenden, wie sie möchten, z.B. einem zweiten Job nachzugehen. Von vielen Instituten wird verlangt, dass Doktorierende 100% am Institut arbeiten müssen, selbst wenn der Anstellungsgrad tiefer liegt. Rechtlich gesehen ist dies nicht zulässig, und Doktorierende sind nicht verpflichtet, mehr zu arbeiten, als sie offiziell angestellt sind. 

Wie vorgehen?

Sie können sich auf Doktoratsstellen bewerben. Diese werden üblicherweise auf Jobportalen publiziert (e.g. myScience.ch). Eine andere Möglichkeit ist, Professor/innen oder Forschungsgruppen, die in Ihrem Fachgebiet tätig sind, direkt zu kontaktieren und sich nach den Möglichkeiten eines Doktorats zu erkundigen.

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