pensionskasse

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Was ist die Pensionskasse?

  • Die Berufliche Vorsorge, oder die 2. Säule, vervollständigt die 1. Säule (AHV/IV/EO). Sie soll dazu beitragen, auch nach der Pensionierung den bisherigen Lebensstandard möglichst weitgehend aufrechtzuerhalten.
  • Obligatorisch Versicherte sind alle AHV-pflichtigen Arbeitnehmer ab dem vollendeten 17. Lebensjahr (ab einem Jahreseinkommen von 21’150 CHF) bis zum gesetzlichen Rentenalter. Selbstständige können sich freiwillig versichern.
  • Die Leistungen der 2. Säule sollen zusammen mit der AHV bis zu 75% des letzten Lohnes absichern, allerdings nur bis zu einem Jahreslohn von aktuell 85’000 Franken. Jeder Arbeitnehmer spart und bezahlt direkt für seine eigene Leistung, wobei der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge übernimmt.

Wann wird das Geld ausgezahlt?

  • Personen, die der beruflichen Vorsorge unterstellt sind, haben Anspruch auf: eine Altersrente, wenn sie das ordentliche Rentenalter erreichen (Frauen mit 64 Jahren, Männer mit 65 Jahren), eine Invalidenrente, wenn sie gemäss Invalidenversicherung mindestens zu 40% invalid sind, und eine Invalidenkinder-Rente für jedes Kind, das beim Ableben des Versicherten Anspruch auf eine Waisenrente hätte.
  • Ausserdem haben Hinterlassene (Ehegatten, Partner und Kinder) Anspruch auf eine Hinterlassenenrente, wenn die verstorbene Person zum Zeitpunkt des Todes versichert war oder eine Rente bezogen hat.

Was passiert bei einem Arbeitgeberwechsel?

  • Bei einem Arbeitgeberwechsel ist das Kapital von der Pensionskasse des früheren Arbeitgebers an die neue Vorsorgeeinrichtung zu übertragen. Wer nicht länger für den derzeitigen Arbeitgeber tätig ist, muss ein Formular der bisherigen Pensionskasse ausfüllen und die Adresse der neuen Vorsorgeeinrichtung angeben.
  • Die bisherige Pensionskasse berechnet die zustehende Austrittsleistung und überweist diese anschliessend an die neue Vorsorgeeinrichtung. Die neue Pensionskasse weist diese Zahlung dann im Pensionskassenausweis des Arbeitnehmers aus. Sie bildet die Grundlage für die Ermittlung der in Zukunft zustehenden Leistungen.

Was ist, wenn Sie die Schweiz verlassen?

  • Grundsätzlich gilt: Wer in ein Land ausserhalb der EU zieht, kann in der Regel das gesamte Pensionskassenkapital beziehen. Der überobligatorische Teil kann immer bezogen werden, auch bei der Auswanderung in ein EU-Land.
  • Ist man in einem EU-Land weiterhin gegen die Risiken Tod, Invalidität und Alter versichert, darf der obligatorische Teil nicht ausbezahlt werden. Das Geld muss auf ein Freizügigkeitskonto oder ein Depot bei einer Bank oder in eine Versicherungspolice im Rahmen der gebundenen Vorsorge einbezahlt werden und kann frühestens fünf Jahre vor der ordentlichen Pensionierung bezogen werden.
  • Informieren Sie sich auf unserer Seite Pensionskasse und Wegzug aus der Schweiz über die genauen Details zu Ihrer Auswanderung.

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