arbeitslosenversicherung

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Was ist die Arbeitslosenversicherung?

  • Die Arbeitslosenversicherung (ALV) ist in der Schweiz eine Pflichtversicherung bei der alle Arbeitnehmenden versichert sind.
  • Die Arbeitslosenversicherung erbringt Leistungen bei Arbeitslosigkeit, wetterbedingten Arbeitsausfällen, Kurzarbeit und bei der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers. Sie bezahlt auch Wiedereingliederungsmassnahmen.
  • Arbeitnehmende erhalten den vorübergehenden Erwerbsausfall bei Verlust der Arbeitsstelle zu 70 % (80% bei Unterhaltspflicht gegenüber Kindern) des versicherten Verdienstes in Taggeldern ausbezahlt.
  • Die Höhe des Arbeitslosengeldes hängt vom AHV-pflichtigen Lohn ab, der durchschnittlich in den letzten 6 oder 12 Monaten vor der Arbeitslosigkeit erzielt wurde.
  • Eine versicherte Person erhält Taggelder der ALV, wenn sie in den letzten 2 Jahren vor der Arbeitslosigkeit während mindestens 12 Monaten ALV-Beiträge bezahlt hat.

Kann ich als Ausländer Arbeitslosengeld beziehen?

Wenn Sie in der Schweiz wohnhaft sind, also eine gültige Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung haben und die folgenden Voraussetzung erfüllen, haben Sie Anrecht auf Arbeitslosenentschädigung: Sie haben innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Erstanmeldung mindestens zwölf Monate als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer in der Schweiz gearbeitet. EU-/Efta-Bürger können sich aber auch jene Beiträge anrechnen lassen, die sie ausserhalb der Schweiz entrichtet haben.

Sie kommen nach einem Forschungsaufenthalt zurück in die Schweiz und sind arbeitslos – was ist zu tun?

Grundsätzlich haben Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland gelebt haben, Anspruch auf Arbeitslosenversicherung und Sozialhilfe. Jedoch müssen Auslandschweizer/innen, die in einem EU/EFTA-Staat leben, ihre Ansprüche erst grundsätzlich im letzten Beschäftigungsland geltend machen.

Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen, die aus einem Nicht-EU/EFTA-Staat in die Schweiz zurückkehren, können in der Regel im neuen Wohnkanton Arbeitslosengelder beantragen. Wichtig ist, dass die Person währen der 2 Jahre, die der Anmeldung vorangehen, entweder mindestens 12 Beschäftigungsmonate in der Schweiz oder mindestens 12 Beschäftigungsmonate im Ausland und mindestens 6 Beschäftigungsmonate in der Schweiz angerechnet werden können.

Was ist bei einer Kündigung zu tun?

Wichtig ist, dass Sie nach Erhalt der Kündigung richtig handeln. Prüfen Sie zuerst, ob die Kündigung korrekt ist und melden Sie sich sofort bei Ihrer Wohnortsgemeinde als arbeitslos an!

Informieren Sie sich bei Ihrer Wohngemeinde, wo Sie Ihre Arbeitslosigkeit melden müssen: bei der Wohngemeinde oder beim zuständigen regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV). Die Anmeldung muss persönlich und spätestens am ersten Tag erfolgen, für den Sie Leistungen der Arbeitslosenkasse beanspruchen möchten. Dort erhalten Sie Informationen über das weitere Vorgehen und die dafür notwendigen Formulare.

Zum Schluss müssen Sie bei einer Arbeitslosenkasse den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung stellen. Bei Ihrer Gemeinde beziehungsweise beim RAV, sofern die Anmeldung direkt dort erfolgt, erhalten Sie eine Liste mit Arbeitslosenkassen in Ihrem Kanton. Sie können die Kasse frei wählen.


Wie viel Arbeislosengeld bekomme ich?

Die Arbeitslosenentschädigung wird Ihnen in Form von Taggeldern ausgezahlt. Ihr versicherter Verdienst gilt dabei als Basis für die Höhe des Tagegeldes und wird aufgrund Ihres Einkommens der letzten 6 Monate festgesetzt.

Das Taggeld macht dabei, je nach persönlicher Situation, zwischen 70% und 80% (wenn Sie Kinder haben) Ihres versicherten Verdienstes aus.

Die Arbeitslosenkasse zahlt Ihnen die Taggelder monatlich und sendet Ihnen eine schriftliche Abrechnung. Wie viel Taggelder Sie erhalten, ist von Ihrem Alter und Ihrer Beitragszeit abhängig.


Kündigungsfristen

Wenn Sie eine Kündigung erhalten, sollten Sie prüfen, ob diese legal ist. Im Schweizer Arbeitsvertragsrecht herrscht zwar der Grundsatz der Kündigungsfreiheit, dennoch muss der Arbeitgeber sich an bestimmte Richtilinien halten.

Wenn die Kündigungsfrist nicht in Ihrem Vertrag schriftlich festgehalten ist, gelten folgende rechtliche Kümdigungsfristen:

  • Probezeit: 7 Kalendertage
  • 1. Dienstjahr: 1 Monat (zum Monatsende)
  • 2. bis 9. Dienstjahr: 2 Monate (zum Monatsende)
  • Ab dem 10. Dienstjahr: 3 Monate (zum Monatsende)

Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Ehegattin/den Ehegatten

Viele Ehegattinnen/Ehegatten von ausländischen Forschern haben zu Beginn noch keinen Job in der Schweiz. Sie sind jedoch erst dann berechtigt, Arbeitslosengeld zu beziehen, wenn sie mindestens ein Jahr innerhalb der letzten zwei Jahre in der Schweiz oder einem EU/EFTA Mitgliedstaat angestellt waren. Wenn Sie neu zugezogen sind, können Sie das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum RAV kontaktieren, sobald Sie eine Aufenthaltsbewilligung besitzen. Dort bekommen Sie alle notwendigen Informationen.

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