9,1 Millionen Euro für trinationale Quantenforschung

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Ein länderübergreifendes Doktoratsprogramm stärkt die exzellente Quantenforschun

Ein länderübergreifendes Doktoratsprogramm stärkt die exzellente Quantenforschung im Dreiländereck. ( Universität Basel, Christian Flierl)

Am European Campus wird das internationale Doktoratsprogramm ‘Quantum Science and Technologies at the European Campus’ (QUSTEC) errichtet.

Die Europäische Kommission hat den Antrag von Eucor - The European Campus für eine interdisziplinäre und internationale Doktoratsausbildung in den Quantenwissenschaften bewilligt. Am Projekt ’Quantum Science and Technologies at the European Campus’ (QUSTEC) sind die Universitäten Basel, Freiburg und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie und die Forschungsabteilung des IT-Konzerns IBM in Zürich beteiligt.

Gemeinsam ermöglichen sie 39 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Promotion in dem aufstrebenden Forschungsbereich. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ein Gesamtvolumen von 9,1 Millionen Euro. Zu 4,2 Millionen von der Europäischen Union kommt eine Kofinanzierung der beteiligten Partnerorganisationen sowie von Santander über den eigenen Unternehmensbereich Santander Universities, dem laut einer UNESCO-Studie weltweit grössten privaten Förderer höherer Bildung. QUSTEC wurde mit Unterstützung der Deutsch-Französischen Hochschule initiiert.

Technologie des 21. Jahhunderts

QUSTEC beschäftigt sich mit aktuellen Zukunftstechnologien der Quantenforschung: Die Prinzipien der Quantenmechanik, die auf atomarer Ebene die Regeln der Physik, Chemie, Materialwissenschaften und Informatik bestimmen, haben bereits zu einer Reihe von neuen Technologien geführt. Die Quantentechnologie hat das Potenzial, für einen Entwicklungssprung zu sorgen, der für viele europäische Branchen und Märkte im 21.Jahrhundert ein entscheidender Faktor sein kann.

QUSTEC will dazu einen Beitrag leisten: mit seinem international strukturierten Programm für Doktorandinnen und Doktoranden, die für vier Jahre in Lernund Forschungsprojekten alle Hauptbereiche der Quantenwissenschaften durchlaufen. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wählen für ihre Anstellung zwischen den beteiligten Standorten und haben darüber hinaus die Möglichkeit, mit Industriepartnern vom Oberrhein und aus angrenzenden Regionen zusammenzuarbeiten. Das Projekt stärkt den Schwerpunkt von Eucor - The European Campus im strategischen Profilbereich ’Quantum Science and Technologies’.

Hotspot für Forschende aus aller Welt

’Die Quantenwissenschaften sind ein interdisziplinäres Feld, das gerade durch die Vielzahl der Perspektiven zu neuen Technologien führen kann’, sagt Guido Pupillo von der Universität Strasbourg, wissenschaftlicher Leiter des Programms. ’Wir möchten junge Forscherinnen und Forscher aus aller Welt an den Oberrhein holen, um mit ihnen sowohl Grundlagen zu erforschen als auch an Anwendungen zu arbeiten, beispielsweise an neuen, sicheren Kommunikationswegen, präziseren Sensoren, der Entwicklung neuer Quantenmaterialien oder am Prototyp für einen Quantencomputer.’

Gefördert von der Europäischen Kommission

QUSTEC erhält eine Förderung aus dem COFUND-Programm der Marie Sk?odowska-Curie-Actions unter Horizont 2020. Zum ersten Mal hat die Europäische Kommission im Forschungsprogramm Horizont 2020 ein Projekt bewilligt, das vom Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) Eucor - The European Campus eingereicht wurde. Die fünf Universitäten am Oberrhein haben 2015 den ersten EVTZ, der nur von Universitäten getragen wird, gegründet.

’Die Bewilligung bestätigt unsere Strategie und unser Konzept. Die Universitäten im Verbund von Eucor - The European Campus sind dort stark, wo sie sich inhaltlich ergänzen und europäisch und global gemeinsam stärker auftreten können’, sagt Hans-Jochen Schiewer, Präsident von Eucor - The European Campus und Rektor der Universität Freiburg. ’Ich freue mich sehr über den Erfolg der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, der zugleich beweist, dass wir über unsere gemeinsame Rechtspersönlichkeit grenzüberschreitenden Forschungsaktivitäten neue Möglichkeiten eröffnen können.’