Auf hohem Niveau stabil

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 In den drei grossen Rankings - hier ein Ausschnitt aus dem diesjährigen QS-Rank

In den drei grossen Rankings - hier ein Ausschnitt aus dem diesjährigen QS-Ranking - hält sich die ETH in der Spitzengruppe. (Screenshot: ETH Zürich)

Das THE-Ranking schliesst die Saison der Universitätsranglisten. Die ETH Zürich liegt wie im Vorjahr auf dem 9. Platz. Zeit für eine Bilanz. Frohe Kunde aus Grossbritannien: Auch im diesjährigen THE-Ranking schneidet die ETH Zürich sehr gut ab und wird auf Rang neun geführt. Damit ist die ETH gleich klassiert wie im Vorjahr. An der Spitze löste die University of Oxford das Caltech ab - erstmals seit Bestehen des THE-Rankings ist eine britische Universität auf dem ersten Rang zu finden. Am besten schneidet die ETH bei den Indikatoren Forschung und Internationalität (Teilränge 7) ab. Am tiefsten liegt Wert beim Indikator Drittmittel (Industry income, Rang 147, Vorjahr 87). Bei den Zitationen konnte die ETH noch einmal zulegen. Etwas verloren hat die Hochschule beim Teilaspekt Lehr-Reputation (Teaching Reputation). Weil sich aber die übrigen vier Teilaspekte des Indikators Lehre positiv entwickelten, hat sich die ETH bei diesem Indikator von Teilrang 20 auf 17 verbessert.

Gute Bedingungen erhalten

«Die guten Platzierungen der ETH erhöhen die internationale Sichtbarkeit und bestätigen, dass wir mit anderen Spitzenuniversitäten weltweit mithalten können», kommentiert ETH-Präsident Lino Guzzella. Bei gewissen Entwicklungen wie beim Betreuungsverhältnis müsse man aber wachsam sein. Die ETH Zürich brauche weiterhin gute Rahmenbedingungen, um an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen zu können. Laut dem ETH-Präsidenten sind es vor allem Offenheit, Autonomie und eine verlässliche Finanzierung, die es zu erhalten gelte. «Die eben im Parlament gutgeheissene Aufstockung der BFI-Mittel ist ein ermutigendes Zeichen», sagt Guzzella. «Nun muss die Politik noch eine Lösung finden, damit der Hochschulplatz Schweiz weiterhin im europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 teilnehmen kann.»

Weitere Spitzenklassierungen

In den anderen beiden wichtigen Ranglisten, dem Shanghai-Ranking (ARWU-Ranking) und dem QS-Ranking, hat die ETH Zürich je einen Rang gewonnen: Im Shanghai-Ranking stieg sie auf Platz 19, im QS-Ranking auf Platz 8. Das ist die beste Klassierung in dieser Rangliste seit deren Bestehen. Im QS-Ranking konnte die ETH bei fast allen Indikatoren das Niveau halten oder musste nur geringe Abstriche hinnehmen, etwa bei der Zahl der Zitationen (citations per faculty) und der Reputation bei Akademikern. Etwas an Boden verloren hat die ETH allerdings beim Betreuungsverhältnis (Faculty Student Ratio). Im ARWU-Ranking der Universität Shanghai ist die ETH seit Jahren stabil. Sie liegt aktuell auf Rang 19, im Vorjahr auf Platz 20. Dieses Ranking gewichtet Nobelpreise an ehemalige und aktuelle Angehörige einer Universität ziemlich stark. Im Fachbereich «Science» (Mathematik und Naturwissenschaften) ist die ETH in diesem Ranking auf Platz 9. Die Rankings lassen sich allerdings untereinander nur schwer vergleichen. Um eine Rangliste der weltweiten Universitäten zu erstellen, setzen die Rankingmacher auf unterschiedliche Methoden und Kriterien, die verschieden gewichtet werden.