Barbara Haering Co-Chair des Beirats für den Europäischen Forschungs- und Innovationsraum

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Die Europäische Union sowie die am Forschungsrahmenabkommen mit ihr beteiligten Staaten, darunter die Schweiz, sind bestrebt, ihre Massnahmen der Forschungsund Innovationspolitik, dort wo sinnvoll, in einem gemeinsamen Rahmen zu bündeln. Die ,,Innovationsunion" soll mit einer Perspektive bis 2020 zu einem zu intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstum in Europa beitragen. Um dies zu unterstützen, setzte die EU-Kommission Ende Februar 2012 den Beirat für den Europäischen Forschungsund Innovationsraum ein. Die erste Plenarsitzung des neuen Gremiums fand am 27./28. September 2012 in Brüssel statt.

In der europäischen Forschungszusammenarbeit spielt die Schweiz eine Schlüsselrolle. Mit Blick darauf sowie auf ihre herausragenden Leistungen in öffentlichen und privaten Ämtern, insbesondere auch als langjähriges Mitglied des Europäischen Forschungsrats, hat die EU-Kommission  Dr. h.c. Barbara Haering zum Mitglied des neuen Beirats gewählt. Der Rat selber bestimmte sie zur Co-Chair. Barbara Haering hat 30 Jahre Erfahrung in nationaler und internationaler Wissenschaftspolitik, in Sicherheitspolitik sowie in Umweltfragen. Sie leitet eine private Forschungsund Beratungsfirma, die auf strategische Planung und Evaluation spezialisiert ist. Sie ist zudem Präsidentin des Institut des Hautes Etudes en Administration Public (IDHEAP) in Lausanne und Mitglied des ETH-Rats.

Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio und ETH-Ratspräsident Fritz Schiesser sind äusserst erfreut über die ehrenvolle Wahl und gratulieren Barbara Haering herzlich. «In den bilateralen Beziehungen der Schweiz zur Europäischen Union spielt die Forschungsund Innovationszusammenarbeit eine herausragende Rolle. Ich freue mich, dass mit der Wahl von Barbara Haering eine herausragende Persönlichkeit ausgezeichnet und zugleich der Schweizer Beitrag an einen wettbewerbsfähigen Denkund Werkplatz Europa gewürdigt wird», sagt Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio.  «Barbara Haering versteht es ausgezeichnet, die Brücke zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und politischer Entscheidungsfindung zu schlagen.  Sie ist dank ihrer Ausbildung und dank ihrer heutigen Aufgabe als Mitglied des ETH-Rats bestens mit den Herausforderungen internationaler Spitzenforschung bestens vertraut,» sagt Fritz Schiesser.

Der Beirat soll namentlich die Europäische Kommission zu Fragen des Europäischen Forschungsraums beraten und Empfehlungen zu Prioritäten und Massnahmen - insbesondere zur Steigerung der Innovationswirkung - abgeben. Der Beirat reflektiert neue Trends und legt der Europäischen Kommission jährlich einen Bericht über die Entwicklung des Europäischen Forschungsraums und der Innovationsunion vor.