Besuch aus Potsdam und St. Pölten

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Von 22. bis 24. April durfte die Hochschule Luzern - Soziale Arbeit zwei Studierendengruppen aus Deutschland (FH Potsdam) und aus Österreich (FH St. Pölten) mit insgesamt 30 Personen in Luzern willkommen heissen.

Auf dem Programm standen der Besuch von Praxisorganisationen im Bereich der Kinderund Jugendhilfe und des Pflegekinderwesens. Der Einblick in die Wohngruppen und Wohnhäuser der Stiftung Wäsmeli zeigte den Studierenden den Alltag der Sozialpädagog:innen in der Kinderund Jugendhilfeeinrichtung. Das ist das zu Hause von vielen Kindern und Jugendlichen, die meist viele Jahre ihrer Schulzeit und Jugend im Wäsmeli verbringen. Die Sozialpädagog:innen sind wichtige Bezugspersonen, die im Alltag der Kinder und Jugendlichen Unterstützer:innen und Vermittler:innen sind, auch zu den Herkunftsfamilien. Die Fachstelle Kinderbetreuung bietet eine Angebotskette von der sozialpädagogischen Familienarbeit mit Hausbesuchen, Abklärungen, mit begleiteten Besuchstagen und Besuchstagen plus, Kriseninterventionsplätze sowie Langzeitplätze in Pflegefamilien. Die Vergleiche zwischen den drei Ländern führten zu vielen spannenden Einblicken und interessanten Diskussionen.

Mit dem Filmnachmittag zum Film «Babyblu - das letzte Erinnerungsstück» , der die Migrationsgeschichte einer bosnischen Familie anhand eines Strampelanzugs des Sohnes erzählt, der heute im Museum für Kriegskindheit in Sarajevo ausgestellt wird, gab die Hochschule den Gästen Einblicke in die Migrationsgeschichte vieler Bürger:innen in der Schweiz. Im Austausch mit der anwesenden Regisseurin Edith Werffeli und dem Bruder des Filmprotagonisten konnten spannende Fragen und berührende Momente des Films diskutiert werden. Was ist Heimat? Was bedeutet Verlust?

Auch die schöne Altstadt, der See, die umliegenden Berge begeisterten die internationale Gruppe. Leider hat das Wetter dieses Jahr nicht so gut mitgespielt und der Charme und die schöne Lage von Luzern konnte mehr erahnt, als wirklich gesehen werden. Bei viel Regen und kalten Temperaturen, waren die Stadtrundgänge und Ausgänge eher kurz und dafür das gemütliche Beisammensein in der Hochschule, der Jugendherberge oder den Kneipen, Cafés und Restaurants in Luzern umso wichtiger.