Die internationale Pflanzenbauforschung trifft sich in Genf

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ESA Congress 2018

ESA Congress 2018

Bern, 21.08.2018 - Mehr als 300 Forschende aus aller Welt treffen sich vom 28. bis 31. August 2018 in Genf anlässlich des 15. Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Agronomie (ESA). Auf dem Programm stehen Vorträge und Feldbesichtigungen zum Thema « Innovative Anbauund Bewirtschaftungssysteme für eine qualitativ hochstehende Lebensmittelproduktion ».

Die Landund Ernährungswirtschaft steht vor grossen Herausforderungen: Produktion von qualitativ hochstehenden Nahrungsmitteln zur Ernährung einer stetig wachsenden Weltbevölkerung in Anbetracht von abnehmenden Ressourcen, wie zum Beispiel landwirtschaftlichen Böden. Um diese Aufgabe zu meistern, sind insbesondere landwirtschaftliche Produktionssysteme mit verbesserter Ressourceneffizienz zu fördern. Weitere Herausforderungen sind die Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes und die nachhaltige Minimierung der negativen Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen und die Ökosysteme.

Der internationale Kongress vermittelt einen Überblick über die Ergebnisse zahlreicher sich ergänzender Forschungsarbeiten, ermöglicht die Erzielung von Fortschritten und die Formulierung von fundierten breit abgestützten Empfehlungen für die Landwirtschaft. Ziel der Agrarforschung ist es, Forschungsergebnisse in der landwirtschaftlichen Praxis umzusetzen. Für die Schweiz mit ihren sehr unterschiedlichen Bodenund Klimabedingungen ist die Zusammenarbeit mit internationalen Universitäten und Institutionen daher besonders wichtig, um Probleme umfassender anzugehen und differenzierte Lösungen zu entwickeln.

Das Tagungsprogramm des Kongresses thematisiert die agronomischen Fragestellungen der Pflanzenproduktion auf drei Stufen: Pflanze, Kulturmethoden, betriebliche und regionale Produktionssysteme. Zu den Themen gehören unter anderem Fragestellungen zu Anbaumethoden zur Verbesserung der Ressourceneffizienz (Bodenbearbeitung, Bewässerung, Pflanzenernährung, Zwischenkulturen), zur Bedeutung des durch den Klimawandel erzeugten Stress für die Pflanzen, zur Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und zur Sortenzüchtung (Förderung von Krankheitsresistenzen).

Diese hochkarätige Veranstaltung wird von vier in der Schweizer Agrarforschung tätigen Institutionen organisiert: Agroscope, Eidgenössische Technischen Hochschule Zürich (ETHZ), Forschungsanstalt für biologischen Landbau (FiBL) und Schweizerische Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften (SGPW).