Drei Forscher als «Influencer» ausgezeichnet

    -     English  -  Français
Roman Fasel ist Leiter der Empa-Abteilung «nanotech@surfaces»a. Seine Pionierarb

Roman Fasel ist Leiter der Empa-Abteilung «nanotech@surfaces»a. Seine Pionierarbeit bei der Synthese von Graphen-Nanobändern ermöglicht abstimmbare, atomar präzise eindimensionale Halbleiterstrukturen. Bild: Gian Vaitl / Empa

Jedes Jahr werden die meist zitierten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gekürt. Sie gelten für ihren Fachbereich jeweils als besonders einflussreich. Die Empa stellt dieses Jahr gleich drei dieser Ausnahme-Forscher - zwei alte Bekannte und ein Neuzugang.

«Influencer» gibt es nicht nur in den Sozialen Medien, sondern auch in der Forschung. Gemessen wird der Einfluss von Forscherinnen und Forschern aber nicht anhand von «Followern» oder «Likes», sondern daran, wie oft ihre Arbeiten von anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zitiert werden. Nur die Autoren von dem einen Prozent der meist zitierten wissenschaftlichen Arbeiten in verschiedenen Fachbereichen erhalten das Prädikat «Highly Cited Researcher» des Analyse-Unternehmens «Clarivate».

Dieses Jahr sind erstmals gleich drei Forscher auf dieser wissenschaftlichen «Who-is-who»-Liste: 2021 werden die Forscher Bernd Nowack, Maksym Kovalenko und Roman Fasel als «Highly Cited Researcher» ausgezeichnet. Der Umweltwissenschaftler Nowack leitet eine Forschungsgruppe in der Empa-Abteilung «Technologie und Gesellschaft», die unter anderem die Umweltauswirkungen verschiedener Nanomaterialien untersucht. «Man muss einfach vor den Anderen eine Idee haben, und dann etwas Umfassendes daraus machen, dann wird man viel zitiert», sagt Nowack. «Und an der Empa haben wir eine Umgebung, die uns die nötige Freiheit gibt, den eigenen Forschungs-Interessen nachzugehen - auch wenn Andere vielleicht noch gar nicht daran denken, dass man da forschen könnte.» Seine vielbeachteten Arbeiten über Mikroplastik und die Verbreitung von Nanomaterialien in der Umwelt sichern Nowack bereits zum achten Mal in Folge einen Platz auf der Rangliste.

Nowack’s colleague Maksym Kovalenko, who also holds a professorship at ETH Zurich, researches novel materials for applications in optoelectronics and energy. He made it to nearly 5,000 referrals from other researchers this year alone. Two of his papers have been cited more than 3,000 times each, which is exceptional. This is the fourth time Kovalenko has been among the "Highly Cited Researchers."

As a newcomer this year, Roman Fasel was also able to secure a place on the exclusive list. The Empa researcher and Professor of Chemistry, Biochemistry and Pharmacy at the University of Bern is one of the pioneers with his team in the novel field of so-called on-surface synthesis of carbon-based nanomaterials. His work has already led to several patents.

The award is published every year by the analysis company "Clarivate". Around 160,000 publications worldwide from 21 fields of the natural and social sciences are used to compile the ranking. The frequency of citations provides an indication of the influence researchers have in their field. Among those nominated are 24 Nobel Prize winners, five of them from this year. Only about 0.05 percent of all scientific papers in the dataset were cited more than 1000 times. Of the approximately 8 million researchers worldwide - according to UN estimates - only just 6,602 are among the "Highly Cited Researchers."

2021 sind insgesamt 102 Schweizer Forschende auf der Clarivate-Liste vertreten, das sind 1,5 Prozent aller meistzitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Schweiz liegt im Ländervergleich auf dem zehnten Platz, eine Position schlechter als noch im Vorjahr. An der Spitze der Rangliste sind schon seit Jahren die USA mit 2’622 Forschenden, oder 39,7 Prozent der ausgezeichneten Forscher. China belegt Rang zwei, mit 935 Wissenschaftlern (14,2 Prozent) gefolgt von Grossbritannien, Australien und Deutschland.

Auf die Bevölkerung angepasst verschiebt sich das Ganze ein wenig; hier führt Australien mit knapp 13 besonders einflussreichen Wissenschaftlern pro eine Million Einwohner, gefolgt von den Niederlanden (Rang 6) mit 11,87 und (ganz knapp dahinter) der Schweiz mit 11,81. Die USA kommen auf knapp 8, China wegen seiner immensen Bevölkerung nur auf 0,67 ausgezeichnete Forschende pro Million Einwohner.


Diese Website verwendet Cookies und Analysetools, um die Benutzerfreundlichkeit der Website zu verbessern. Weitere Informationen. |