Effiziente Strahlentherapie dank Nanopartikeln

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Nanopartikel für die Krebstherapie sichtbar machen: «Empa Young Scientist Fellow

Nanopartikel für die Krebstherapie sichtbar machen: «Empa Young Scientist Fellow» Lukas Gerken kühlt ein Elektronenmikroskop mit Flüssigstickstoff. Bild: Empa

Für sein Vorhaben, die Strahlentherapie für Krebskranke wirksamer und damit gleichzeitig schonender zu machen, hat der Forscher Lukas Gerken ein «Empa Young Scientist Fellowship» erhalten. Gefördert wird das Nachwuchstalent dank der Unterstützung der Ria & Arthur Dietschweiler Stiftung.

Schon jetzt setzt Forscher Lukas Gerken vom «Particles-Biology Interactions Laboratory» der Empa in St. Gallen und dem «Nanoparticle Systems Engineering Laboratory» der ETH Zürich eigens entwickelte Metalloxid-Nanopartikel in Laborexperimenten ein, um die Empfindlichkeit von Tumoren während der Strahlentherapie zu erhöhen. Nun will das Nachwuchstalent die Nanopartikel mit weiteren Eigenschaften für eine bessere Wirksamkeit ausstatten. Gefördert wird er hierbei durch ein «Empa Young Scientist Fellowship» der Ria & Arthur Dietschweiler Stiftung.

Zuversichtlicher Jungforscher

Die Strahlentherapie ist einer der Eckpfeiler der Krebsbehandlung. Einige Tumorarten sprechen jedoch wenig bis kaum auf eine Bestrahlung an. Gerkens Vorhaben basiert auf Metalloxid-Nanopartikeln, die als «Radiosensitizer» eingesetzt werden. Die Wirksamkeit der Nanopartikel in Laborexperimenten hatte er bereits in Vorarbeiten an der Empa im Team von Inge Hermann an der Empa und der ETH Zürich gezeigt. Ebenso hatte der Forscher einen Herstellungsprozess mittels Flammensynthese etabliert, der den Weg zu einer industriellen Produktion ebnet. Nun hat sich Lukas Gerken vorgenommen, die Aktivität der Nanopartikel weiter zu steigern, so dass sie das Tumorgewebe mit Sauerstoff versorgen, was die Empfindlichkeit auf eine Bestrahlung zusätzlich erhöht. Weitere Eigenschaften der Radiosensitizer sollen verstärkt werden, so dass mehr Krebszellen bei einer Behandlung absterben. Die bisherigen Ergebnisse machen Gerken zuversichtlich: «Wir werden diesen vielversprechenden Weg weiterverfolgen, um den Wirkmechanismus der Nanopartikel zu erforschen und ihre Effizienz gezielt zu optimieren.» Er hofft, dass seine neuen Erkenntnisse künftig die klinische Anwendung von Nanopartikeln bei der Bestrahlungstherapie voranbringen.


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