Ehemaliger Direktor der Empa verstorben

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Fritz Eggimann (1936-2019)

Fritz Eggimann (1936-2019)

Fritz Eggimann, Direktionspräsident der Empa von 1988 bis 2001, ist am 29. September 2019 unerwartet verstorben.

Fritz Eggimann prägte mit seinem offenen Geist und seiner positiven Lebenshaltung massgeblich die Empa in seiner Zeit als Direktor. Er war darauf bedacht, Verantwortung zu delegieren und dort Unterstützung zu gewähren, wo es notwendig war. Auch nach seiner Pensionierung blieb er der Empa verbunden und verfolgte mit grossem Interesse die Weiterentwicklung in Richtung einer Forschungsinstitution, die zum Wohl von Wirtschaft und Gesellschaft wissenschaftsbasierte Innovationen auf den Weg bringt.

Eggimann wurde im Jahr 1936 in Zürich geboren. Er studierte und doktorierte an der Abteilung für Elektrotechnik an der ETH Zürich. Seine Doktorarbeit wurde mit der Medaille der ETH ausgezeichnet.

Am 16. März 1988 wählte der Bundesrat Fritz Eggimann zum neuen Direktionspräsidenten der Empa und zugleich zum ordentlichen Professor für Informationstechnik an der ETH Zürich. Er übernahm damit die Aufgabe, die neu festgelegte Strategie umzusetzen - nämlich, die Empa von der Materialprüfanstalt in eine moderne Forschungsinstitution umzubauen. Er engagierte sich im Empa-Forschungsausschuss und sorgte damit dafür, dass die zahlreichen F&E-Projekte das Image der Empa als Forschungsanstalt massiv verbesserten.

Bis zum Jahr 2001 prägte Eggimann die Geschicke der Empa. In diese Zeit fielen auch zahlreiche strukturelle Veränderungen: Etwa die Eingliederung der Empa Thun, der Aufbau der Keramikabteilung, der Neubau der Empa in St.Gallen und der "Akademie" am Standort Dübendorf.

Eggimann engagierte sich zudem für die Qualitätssicherung und veranlasste Akkreditierungen und Zertifizierungen für die Empa. Auch neben seiner Tätigkeit an der Empa war er in nationalen und internationalen Gremien engagiert. Er war Forschungsrat des Nationalfonds sowie Mitglied der Kommission für Technologie und Innovation (KTI), der Schweizerischen Vereinigung für Qualitätsund Managementsysteme (SQS) sowie des Schweizerischen Ausschusses für Prüfung und Zertifizierung (SAPUZ). Eggimann war zudem als Präsident der Schweizerischen Akkreditierungskommission, Treasurer im Board of Administrators von Eurolab wie auch im Vorstand der RILEM (Réunion int. des lab. d-essais et de rech. sur les matériaux) tätig. 1995 wurde ihm die Tetmajer-Medaille der Technischen Universität Wien verliehen.

Am 1. April 2001 trat Fritz Eggimann in den Ruhestand und übergab die Direktion der Empa seinem Nachfolger Louis Schlapbach.

Mit grosser Trauer nehmen wir von Fritz Eggimann Abschied, einer hochintegren Persönlichkeit, die einen warmherzigen Umgang mit allen Mitarbeitenden pflegte. Wir sprechen seiner Frau Susanne Eggimmann und seiner Familie unser herzliches Beileid aus und wünschen ihnen viel Kraft in dieser für sie schwierigen Zeit.

Direktion Empa