KI-Fachleute treffen sich an der FH Graubünden

Am 10. und 11. Juni fand an der Fachhochschule Graubünden die diesjährige SwissText-Konferenz statt. Als führendes Schweizer Forum für Anwendungen von künstlicher Intelligenz in der Verarbeitung natürlicher Sprache brachte die Veranstaltung über einhundert Expertinnen und Experten aus der Schweiz und dem umliegenden Ausland zusammen.

Die SwissText-Konferenz ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung in der Schweiz, die sich auf die Anwendungen von künstlicher Intelligenz (KI) zur Verarbeitung natürlicher Sprache konzentriert. Die Konferenz bietet eine Plattform für Wissenschaftlerinnen, Fachleute und Industrieexperten, um die neuesten Entwicklungen, Forschungsergebnisse und praktischen Anwendungen zu diskutieren. «Wir leben im Zeitalter der KI und Sprachverarbeitung. Die Fähigkeit, menschliche Sprache zu analysieren und zu interpretieren, verändert die Art und Weise, wie wir mit Technologie und Daten interagieren», sagt Corsin Capol, Vorsitzender der SwissText-Konferenz und an der FH Graubünden. Dass der Anlass in Chur stattfand, ist kein Zufall: Dozierende der FH Graubünden beschäftigen sich schon seit langem in der angewandten Forschung mit diesen Themen. So wurde KI zum Beispiel im Projekt «Future of Work» zur Prognose der zukünftigen Relevanz von Arbeitstätigkeiten eingesetzt, um gezielt Optionen zur Verbesserung des Kompetenzprofils von Arbeitnehmenden aufzuzeigen.

An der Konferenz wurden während zwei Tagen Themen wie Sicherheit und Training von KI, deren Anwendungen und rechtliche Aspekte besprochen. Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen und KI-Unternehmen wie Google, NVIDIA und Hugging Face gaben im Rahmen von Keynotes Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse. So stellte etwa Lewis Tunstall von Hugging Face Technologien zum Training von KI vor, während Leon Derczynski, von NVIDIA über Sicherheitsprobleme in KI referierte. Von Google war Jesse Berent vor Ort und zeigte, wie man mittels KI, Handschrift zur Steuerung verschiedenster Geräte einsetzen kann und Torsten Zesch von der Fernuniversität Hagen erläuterte den Einsatz von KI zur automatischen Korrektur von Prüfungsaufgaben. Rechtliche Aspekte von KI wurden von Michèle Balthasar betrachtet. Anhand von Fallbeispielen beleuchtete er eindrücklich Fragen zu Urheberrecht, Privatsphäre und Risiko von KI.

Neben den Keynotes präsentierten über 50 Expertinnen und Experten KI-Anwendungen und Forschungsergebnisse.

- SwissText 2024