Medienevent zu neuem Hochwasser-Modellierungstool

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 (Bild: Pixabay CC0)

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Das Mobiliar Lab für Naturrisiken der Universität Bern zeigt, dass in der Schweiz weit grössere Hochwasser möglich sind als bisher angenommen. Diese Extremereignisse unterstreichen die Bedeutung einer Überregionalen Notfallplanung. Ein neues Modellierungs-Tool soll nun die Bewältigung grosser Überschwemmungen unterstützen.

Wir leben in einer der Weltregionen, in denen wegen des Klimawandels unter anderem Starkniederschläge besonders zunehmen - und damit die Überschwemmungsgefahr, wie im vergangenen Unwettersommer in Deutschland gesehen. ’Zudem sind Klimarisiken zunehmend miteinander verbunden, treten gleichzeitig auf und führen zu komplexen Mehrfachkrisen, die schwierig zu bewältigen sind’, sagt Olivia Romppainen, Professorin für Klimafolgenforschung und Co-Leiterin des Mobiliar Labs für Naturrisiken der Universität Bern.

Das Mobiliar Lab für Naturrisiken der Universität Bern forscht dazu, wie sich solche kombinierten Klimarisiken auf die Schweiz konkret auswirken. Und es beschäftigt sich mit der Gefahr, die von Hochwassern für Menschen und Infrastruktur in der Schweiz ausgeht. Um die Auswirkungen von extremen Hochwasserszenarien zu ermitteln, hat das Mobiliar Lab nun ein neues Modellierungstool entwickelt.

Erstmals kombinierte Folgen für die ganze Schweiz simuliert

Beim neuen Modellierungstool liegt der Fokus nicht, wie bei der Betrachtung von Naturgefahren bisher üblich, auf Auswirkungen in einzelnen Gemeinden. Betrachtet werden erstmals die kombinierten Folgen für mehrere Flusseinzugsgebiete in weiten Teilen der Schweiz. Mit dem Tool lässt sich der zeitliche und räumliche Verlauf eines Hochwassers simulieren. ’Dieser dynamische Ansatz erlaubt einen neuen Blick auf Hochwasserszenarien - und dadurch eine bessere Planung und Steuerung von Notfalleinsätzen’, sagt Andreas Zischg, Professor für die Modellierung von Mensch-Umwelt-Systemen und Co-Leiter des Mobiliar Labs.

Das Mobiliar Lab für Naturrisiken der Universität Bern veranstaltet einen Hintergrundanlass speziell für Medienschaffende, an dem aktuelle Forschungsresultate präsentiert und das neue Tool zu den Auswirkungen von extremen Hochwassern vorgestellt wird. Durch den Anlass führen Prof. Olivia Romppainen und Andreas Zischg, Co-Leiter des Mobiliar Labs.

Präsentation aktueller Forschungsergebnisse und neues Tool zu Überschwemmungen

Universität Bern, Raum S101, UniS, Schanzeneckstr.1, 3012 Bern oder per Zoom
(Link auf Anfrage: olivia.romppainen@giub.unibe.ch )

Mobiliar Lab für Naturrisiken an der Universität Bern

Das Mobiliar Lab für Naturrisiken ist eine gemeinsame Forschungsinitiative des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern und der Mobiliar. Untersucht werden in erster Linie die an Hagel, Hochwasser und Sturm beteiligten Prozesse und die Schäden, die daraus entstehen. Das Mobiliar Lab arbeitet an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis und strebt Resultate mit hohem Nutzen für die Allgemeinheit an. Die Unterstützung durch die Mobiliar ist Teil des Gesellschaftsengagements der Mobiliar Genossenschaft.
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