Neue Dozentur und Forschungsschwerpunkt für Patientensicherheit

David Schwappach, Stiftungsdozent für Patientensicherheit am Institut für Sozial

David Schwappach, Stiftungsdozent für Patientensicherheit am Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM), Universität Bern. © zvg

Dank Unterstützung der Schweizerischen Vereinigung der Ärztinnen und Ärzte FMH kann die Universität Bern am Institut für Sozialund Präventivmedizin (ISPM) eine Dozentur und einen Forschungsschwerpunkt für Patientensicherheit errichten. Per 1. Juni 2022 Übernimmt

Das gesundheitliche Wohl der Menschen ist oberstes Ziel ärztlichen Handelns. An diesem leitenden Grundsatz richtet sich die Standesordnung der FMH aus. Zur Erreichung dieses Ziels setzt sich die FMH für eine unabhängige, universitär abgestützte Patientensicherheit ein. Sie ist entsprechend erfreut, dass an der Universität Bern mit der Expertise von David Schwappach ein Forschungsschwerpunkt Patientensicherheit als Dozentur aufgebaut wird. David Schwappach ist bereits seit 2012 als Titularprofessor für Patientensicherheit akademisch mit dem ISPM verbunden.

’Der Bedarf an wissenschaftlicher Grundlagenarbeit zur Patientensicherheit wächst stetig’, sagt Claudio Bassetti, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bern sowie Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Neurologie am Inselspital. ’Mit dem Forschungsschwerpunkt und der Dozentur tragen wir dazu bei, die Qualität und Sicherheit in der Gesundheitsversorgung zu verbessern’.

Forschung zu Patientensicherheit wird intensiviert

Der Forschungsbereich Patientensicherheit ist am ISPM in der Versorgungsforschung unter der Leitung von phil. Marcel Zwahlen angesiedelt. ’Ich bin hocherfreut, dass sich unsere Versorgungsforschungsaktivitäten um den Bereich Patientensicherheit verstärken’, so Marcel Zwahlen.

Ziel des neuen Forschungsschwerpunktes Patientensicherheit ist der Aufbau von Grundlagenund angewandter Forschung im Bereich Patientensicherheit, die Entwicklung und Umsetzung von Projekten mit Fokus auf die praktische Umsetzung im ärztlichen bzw. medizinischen Alltag - der praxisambulante Bereich eingeschlossen - sowie die Lehre im Bereich Patientensicherheit. Die Forschungsund Lehrfreiheit der Forschenden ist uneingeschränkt gewährleistet.

Patientensicherheit vereint fördern

Die Patientensicherheit ist eines der fünf Handlungsfelder in der bundesrätlichen Strategie zur Qualitätsentwicklung in der Krankenversicherung. Die FMH und das ISPM Bern leisten mit der Dozentur Patientensicherheit einen wichtigen Beitrag zu diesem für unsere Gesellschaft wichtigen Themenfeld. Ein Hauptanliegen der FMH/SAQM ist die konstruktive Vernetzung unter den bestehenden Organisationen. Weitere interessierte Organisationen sind eingeladen, den Forschungsschwerpunkt Patientensicherheit am ISPM der Universität Bern zu unterstützen.

Institut für Sozialund Präventivmedizin

Seit 1971, seit 50 Jahren, engagiert sich das Institut für Sozialund Präventivmedizin (ISPM) der Universität Bern für die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden von Individuen und der Gesellschaft. Durch qualitativ hochstehende Forschung in den Bereichen Prävention, Sozialmedizin, Epidemiologie, Biostatistik und Public Health und zusammen mit zahlreichen nationalen und internationalen Partnern steht das ISPM für ’Gesundheit für alle’.

Neben der Spitzenforschung widmet sich das ISPM unter anderem der Ausbildung der nächsten Generation von Epidemiologinnen und Epidemiologen, Public-Health-Forschenden sowie Ärztinnen und Ärzten. Das ISPM beteiligt sich aktiv an universitären Lehrprogrammen für Studierende der Medizin, Pharmakologie, Biomedizintechnik und Biomedizin.
http://www.ispm.unibe.ch/

FMH (Foederatio Medicorum Helveticorum)

Die FMH vertritt als Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte über 43’000 Mitglieder und als Dachverband rund 90 Ärzteorganisationen. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Patientinnen und Patienten Zugang zu einer qualitativ hochstehenden und finanziell tragbaren medizinischen Versorgung haben.
https://www.fmh.ch/index.cfm



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