Nominierung für den Digital Economy Award 2023

Tim Meier bei der Bekanntgabe des Finaleinzugs
Tim Meier bei der Bekanntgabe des Finaleinzugs
Grosse Ehre für unseren Doktoranden Tim Meier - Im Rahmen seiner Dissertation («Metaverse Violence and the Future of Criminal Law: Rethinking Criminalization») wurde er für den Digital Economy Award 2023 nominiert. Der Finalist in der Kategorie «Next Gen Hero» erzählt, wie es zur Nominierung kam und was Ihm diese bedeutet.

Herr Meier, erzählen Sie uns etwas über ihre Dissertation, welche Ihnen diese Nominierung Überhaupt erst ermöglicht hat.

Schon seit Beginn meines Studiums der Rechtswissenschaften beschäftige ich mich mit neuen Technologien und der Digitalisierung der Rechtspraxis. Bis zu meinem Masterabschluss im Jahr 2021 wirkte ich bereits in diversen Projekten mit, die sich mit Recht und Digitalität sowie deren Schnittstellen auseinandersetzen. Diesem Interesse darf ich jetzt mit grosser Freude auch während meiner Dissertation nachgehen, in welcher ich die Strafbarkeit von Gewalt im Metaversum untersuche.

Was sollen wir uns unter «Strafbarkeit von Gewalt im Metaversum» vorstellen?

Das Metaversum muss man sich als Raum vorstellen, in dem die virtuelle Welt mit unserer verschmilzt. Es ist quasi der Zeitpunkt, an welchem wir Menschen mehr Zeit in der digitalen als der analogen Welt verbringen und so nicht mehr zwischen real und surreal unterscheiden können.

Ziel meiner Dissertation ist es, anhand möglicher Gewaltfälle im Metaverse (bspw. virtuelle Vergewaltigung oder fiktionale Kinderpornografie) zu analysieren, was dies für die künftige Gesetzgebung im Hinblick auf das Metaversum sowie die Kriminalisierung im bioinformationstechnologischen Zeitalter des 21. Jahrhunderts bedeutet.

Auch die Jury, die sich aus über 40 Spezialistinnen und Spezialisten zusammensetzt, sieht darin ein Thema, das für die digitale Zukunft der Schweiz definitiv von Interesse ist. Was bedeutet Ihnen diese Nominierung im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit?

Zuerst einmal habe ich mich natürlich riesig über die Nomination gefreut! Nach der ursprünglichen Nomination durch Anna Coninx, an deren Lehrstuhl ich doktoriere, durfte ich mein Projekt zuerst schriftlich und dann mündlich der Jury präsentieren. Dass ich es über mehrere Qualifikationsrunden nun ins Finale geschafft habe, zeigt mir, dass ich an etwas Wichtigem arbeite. Es bekräftigt mich auch noch einmal zusätzlich, dass das Thema meiner Dissertation relevant ist und diese das Potential hat, die Regulierungslandschaft massgeblich mitzugestalten, Innovationsbremsen zu verhindern und im Dialog mit der Bevölkerung die Akzeptanz des Metaverse vergrössern kann.

Was wurde durch diese Nominierung ausgelöst und welche Auswirkungen hat dies auf ihre berufliche sowie auch akademische Zukunft?

Ganz grundsätzlich hat mich diese Nominierung natürlich in meinem Tun bekräftigt. Mein Interesse am Thema ist dadurch nur gestiegen und ich bin Überaus motiviert, meine Gedanken nun mit einem noch breiteren Publikum zu teilen. Ich erhoffe mir, dass die Importanz des Themas im Expertenpublikum aber auch in der breiten öffentlichkeit verstanden wird und die Gesellschaft so adäquate Lösungen im Umgang mit medialer Gewalt findet.

Und ja, die ganze Geschichte hat auf jeden Fall Auswirkungen auf meine Zukunft. Gut möglich, dass mir dies einerseits den Weg in das digitale Unternehmertum ebnet und andererseits die Möglichkeit gibt, meine Forschung national, international und interdisziplinär zu vertiefen. So oder so freue ich mich auf das, was kommt!

Die Awards werden am 16. November im Hallenstadion Zürich vergeben. Mehr Infos finden Sie auf der.



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