Staatssekretärin Hirayama am Africa - Europe Space Earth Observation High-Level Forum und für bilaterale Gesprächen in Portugal

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Staatssekretärin Martina Hirayama nahm am 11.-12. Juni 2021 am Africa - Europe Space Earth Observation High-Level Forum in Lissabon teil. Hauptthema des Forums war der Nutzen der Erdbeobachtung für die nachhaltige Entwicklung, die Förderung neuer Kompetenzen und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Das Forum wurde im Rahmen der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft organisiert. Es bot gleichzeitig die Gelegenheit für einen bilateralen Austausch mit dem portugiesischen Minister für Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung, Manuel Heitor.

Im Rahmen des High Level Forums hob Staatssekretärin Hirayama die Wichtigkeit der Erdbeobachtung hervor und wies auf den Beitrag der Schweiz an die Initiativen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten EUMETSAT hin. Weiter betonte sie die Bedeutung des Zugangs zu den Daten, sowie zu den aktuellen Technologien im Bereich der Datenverarbeitung. Sie unterstrich, dass ein freier Zugang zu Daten und wissenschaftlichen Publikationen einen wichtigen Beitrag zur Beschleunigung der Einsatzmöglichkeiten dieser Technologien leisten kann.

Die Zusammenarbeit zwischen Europa und dem afrikanischen Kontinent im Bereich der Erdbeobachtung begann bereits vor Jahrzehnten mit der Bereitstellung wichtiger Informationen für afrikanische Wetterund Klimadienste. In jüngster Zeit arbeiten die ESA und die Ernährungsund Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) im Rahmen der «50x2030-Initiative» zusammen. Diese zielt darauf ab, die globale Agrardatenlücke zu schliessen, indem die nationalen Datensysteme in 50 Ländern, darunter mehrere in Afrika, bis 2030 transformiert werden (Integration von Erdbeobachtungsmethoden). Die aktuellen Systeme befinden sich auf einem hohen Stand der Technik und liefern eine grosse Menge an Daten über lokale und regionale Situationen. Auch die Technologie zur Analyse dieser Daten ist verfügbar, aber eines der grössten Hindernisse bleibt der Zugang für potenzielle Nutzer. Die Austauschprogramme sollen hier Abhilfe schaffen. Der Weltraum ist entscheidend für die Entwicklung des afrikanischen Kontinents, sowohl bezüglich des Zugangs zu Forschungsergebnissen zu Technologien. Staatssekretärin Martina Hirayama nutzte ihren Aufenthalt in Lissabon für einen bilateralen Austausch mit dem portugiesischen Minister für Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung, Manuel Heitor. Sie bekräftigte dabei das Interesse der Schweiz an einer Assoziierung an das EU-Forschungsrahmenprogramm «Horizon Europe». In dessen Vorgängerprogramm «Horizon 2020» arbeiteten portugiesische und Schweizer Forschende in gut 400 Projekten zusammen. Am stärksten ausgeprägt ist die Vernetzung zwischen Portugal und der Schweiz in Bereichen wie Informationsund Kommunikationstechnologie, den Mobilitätsstipendien Marie Sklodowska-Curie Actions und der Forschungsinfrastrukturen.

Seit 2011 hat der Schweizerische Nationalfonds über rund 110 Projekte unterstützt, an denen Forschende aus Portugal beteiligt waren. Im Studienjahr 2020-2021 bildeten portugiesische Studierende mit über 500 an Schweizer Hochschulen eingeschriebenen Studierenden (nur Studierende, die ihre gesamte Schulzeit in Portugal absolviert hatten) die sechstgrösste Gruppe unter den ausländischen Studierenden in der Schweiz. Seit 1963 wurden ausserdem knapp 90 Bundes-Exzellenz-Stipendien an Forschende aus Portugal vergeben.

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