Zurück in die Hörsäle

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Nach fast drei Semestern im Fernunterricht sind die ETH-Studierenden zurück auf

Nach fast drei Semestern im Fernunterricht sind die ETH-Studierenden zurück auf dem Campus. (Bild: Gian Marco Castelberg / ETH Zürich)

Für über 20-000 Bachelorund Master-Studierende beginnt heute das Herbstsemester an der ETH Zürich. Die Einführung der Zertifikatspflicht bereitet ihnen den Weg zurück auf den Campus. Die Zahl der Neuzugänge auf Bachelorstufe stagniert auf hohem Niveau.

Sie erleben etwas, was einem Teil ihren Vorgängerinnen und Vorgängern verwehrt blieb: Der Studienbeginn auf dem ETH-Campus. Rund 4-300 Bachelorund Masterstudierende (Prognose) nehmen ihr Studium an der ETH in Angriff. «Es ist höchste Zeit, in die Hörsäle zurückzukehren», betont ETH-Rektorin Sarah Springman. Beim Studieren gehe es um weitaus mehr als das blosse Vermitteln von Fakten. «Ebenso wichtig ist es, neue Kontakte zu knüpfen und sich in Lerngemeinschaften zusammenzufinden», erklärt Springman.

Ingenieurwissenschaften gefragt - Biochemie boomt

Bei den insgesamt 3’325 neuen Bachelor-Studierenden (Vorjahr: 3’396) erfreuen sich die Ingenieurwissenschaften mit 1’224 Neuzugängen (+2%) weiterhin grosser Beliebtheit. Mit 519 (+2.6%) respektive 428 (+4.1%) neuen Studierenden liegen die Studiengänge Maschineningenieurwissenschaften und Informatik an der Spitze. Während bei kleineren Studiengängen grössere Aufund Abwärtsbewegungen von Jahr zu Jahr normal sind, ist der Rückgang von rund 17% bei den Umweltnaturwissenschaften (158 Eintritte) und 14% beim Studiengang Gesundheitswissenschaften und Technologie (239 Neueintritte) angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Trends erstaunlich. Einen wahren Boom erlebt der im Herbstsemester 2020 erstmals angebotene Studiengang für Chemische Biologie. Er verzeichnet ein Wachstum von 27 auf 68 Eintritte.

Der Anteil der neueintretenden Studierenden auf Bachelorstufe ohne CH-Matura steigt von 471 im Jahr 2020 auf rund 600 in diesem Jahr.

Zahl der Master-Studierenden schwer abschätzbar

Die exakte Zahl der Master-Studierenden steht jeweils erst nach Semesterbeginn fest. Dies aufgrund der Übertritte der eigenen Bachelorstudierenden ins Masterstudium. Die Bewerbungen von Personen mit ausländischem Bachelorabschluss haben stark angezogen und der aktuelle Stand der Neueintritte liegt mit rund 1’000 deutlich über dem Vorjahr (774 Neueintritte mit ausl. Bachelor).

Rekordverdächtiger innereuropäischer Austausch

Zusätzlich zu den Neueintretenden darf die ETH im Herbstsemester 2021 rund 400 Austauschund Gaststudierende begrüssen. Das entspricht in etwa dem Wert von 2019. Im letzten Jahr wurde der Austausch mit Universitäten ausserhalb Europas sistiert, was einen Rückgang auf rund 270 Besucherinnen und Besucher zur Folge hatte. Die diesjährige Erholung ist zu weiten Teilen auf grosse Zuwächse im europäischen Austausch zurückzuführen. Während sich der Austausch mit Nordamerika nur langsam normalisiert, bleibt der Austausch mit Asien weiterhin fast vollständig ausgesetzt. Zu den häufigsten Herkunftsländern neben der Schweiz gehören dieses Jahr - in dieser Reihenfolge - Deutschland, Schweden, Niederlande, Grossbritannien, Italien und Dänemark.

Zertifikatspflicht vor Ort - Fernunterricht weiter möglich

Mit der Zertifikatspflicht für Lehrveranstaltungen ist es der ETH möglich, wieder die volle Kapazität von Unterrichtsräumen und Vorlesungssälen zu nutzen. Nur so ist es möglich, den Studierenden nach fast drei Semestern im «Ausnahmezustand» ein mehr oder weniger normales Studienerlebnis zu ermöglichen. Eine Maskenpflicht in den Vorlesungen trägt zu einem zusätzlichen Schutz von Studierenden und Dozierenden bei und die Lehrveranstaltungen werden, wenn immer möglich auch Online Übertragen.

Zertifikate von EU- und EFTA-Ländern sind auch in der Schweiz gültig. Wer sich in einem anderen Land mit einem für die Schweiz zugelassenen Impfstoff vollständig impfen liess, kann beim Kanton Zürich bzw. beim Wohnkanton ein Zertifikat beantragen. Darüber hinaus werden alle inund ausländischen Zertifikate und Impfnachweise anerkannt, sofern der Impfstoff die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) definierten Ausnahmeregelungen zur Befreiung von den geltenden grenzsanitarischen Massnahmen erfüllt. Dazu gehören auch die chinesischen Impfstoffe Sinopharm und Sinovac.


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