Lutte biologique contre le feu bactérien

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Lutte biologique contre le feu bactérien

Das Bakterium Pantoea agglomerans gilt in Nordamerika und Neuseeland als effektive Bio-Methode gegen Feuerbrand-Bakterien. Es besetzt bei Apfel- und Birnbäumen die Lebensbereiche des Feuerbrand-Erregers und verhindert so eine Infektion der Nutzpflanzen. Doch kann das Bakterium unter Schweizer Verhältnissen Feuerbrand bekämpfen? Wenn ja, wäre dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer neuen Bio-Methode gegen Feuerbrand.

In den USA, in Kanada und Neuseeland erweisen sich drei kommerzielle Pflanzenschutzmittelprodukte auf der Basis des Bakteriums Pantoea agglomerans als erfolgreich im Kampf gegen Feuerbrand - unter günstigen Bedingungen erreicht man eine Wirkung von sechzig bis 80%. Expert/innen erforschen nun, unter welchen Bedingungen diese Mittel auch hierzulande beste Wirkung zeigen und für Landwirtinnen und Landwirte eine Option im Kampf gegen Feuerbrand werden können.

Erfolge ohne Ernstfall

Die Fachleute prüfen das nützliche Bakterium auf Herz und Nieren. Ein Aspekt dieser Forschung war das Umweltverhalten unter kühlen Frühlingstemperaturen in den Jahren 2009 und 2010 - Besiedlung der Kernobstblüten, Einfluss auf die Umwelt, Verbleib auf den Früchten. In zwei Schweizer Apfelanlagen haben die Experten die Feldversuche mit Praxis-Sprühgeräten durchgeführt - mit Erfolg: Die Bakterien haben 80 - 100% der behandelten Blüten besiedelt, und zwar in einer Dichte, die in den USA den Schutz gegen Feuerbrand gewährleistet. Doch die Feuerprobe blieb aus, 2009 und 2010 waren nämlich keine Feuerbrandjahre.

Erfolge ohne Nebenwirkungen

Bevor ein lebendiges Bakterium in die Umwelt eingebracht wird, sollte seine Wirkung gut erforscht sein. Was passiert mit Pantoea agglomerans in der Umwelt? Die Forschenden haben festgestellt, dass sich das Bakterium in der Umgebung nicht etabliert. Zudem fliegen Bienen behandelte wie nicht-behandelte Blüten gleich häufig an. Nach der Blütezeit fehlt für Pantoea agglomerans die Lebensgrundlage, deshalb verschwindet es nach und nach aus der Obstanlage. Früchte und Boden sind daher frei von diesen Bakterien, Ernte und Apfelqualität werden nicht beeinflusst. All dieses Wissen konnte dank molekularbiologischen Methoden erarbeitet werden, die speziell für entwickelt worden sind.

Der Versuch braucht Wärme

Die tiefen Frühlingstemperaturen der Jahre 2009 und 2010 bremsten den Feuerbranderreger. Somit steht dem nützlichen Bakterium die Feuerprobe noch bevor - in weiteren Studien soll das Umweltverhalten unter wärmeren Temperaturen untersucht werden. Ein warmer Frühling brächte allerdings den Obst-Produzenten ein unerwünschtes Feuerbrandjahr, für den Versuch wäre es aber die benötigte Feuerprobe. Denn käme die Studie zum Schluss, dass die Bekämpfung des Feuerbrands mit dem nützlichen Bakterium auch hierzulande erfolgreich ist, wäre dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer neuen Bio-Methode gegen Feuerbrand.

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