Handy und Internet vor Fernseher

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Handy und Internet vor Fernseher

Wie nutzen Jugendliche in der Schweiz die digitalen Medien? Über diese und andere Fragen gibt eine Studie über Mediennutzung von Jugendlichen Auskunft. Die Umfrage zeigt einerseits, dass der Fernseher als Lieblingsmedium von Handy und Internet abgelöst worden ist, aber auch, dass es grosse sprachregionale Unterschiede in der Mediennutzung gibt. Von einer "schweizerischen" Mediennutzung kann kaum gesprochen werden.

Für die Studie "James", Abkürzung von "Jugend, Aktivitäten, Medien Erhebung Schweiz", sind über 1000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in allen drei Sprachregionen der Schweiz befragt worden. Die Resultate zeigen, dass Handy und Internet von Jugendlichen inzwischen deutlich häufiger genutzt werden als das Fernsehen. An erster Stelle steht bei Schweizer Jugendlichen das Handy, an zweiter Stelle die Nutzung von Internetdiensten. Gefolgt werden diese Medien von Musik hören über MP3, Fernsehen, Musik-CD hören, Radio hören, Tageszeitungen lesen und Computer- und Videogames spielen. Letztere werden von Knaben häufiger genutzt als von Mädchen.

Die Beliebtheit der Medien ist jedoch von Sprachregion zu Sprachregion sehr unterschiedlich. So werden beispielsweise Computergames in der lateinischen Schweiz markant öfter genutzt als in der Deutschschweiz. Gerade die sprachregionalen Unterschiede überraschen und zeigen, dass kaum von einer "schweizerischen" Mediennutzung gesprochen werden kann.

Im Rahmen der Studie wurde zudem erhoben, welche Informationen Jugendliche über sich im Internet preisgeben. Am häufigsten wird bei Social Networks wie Facebook das Geschlecht bekannt gegeben, noch vor dem realen Namen. Über 80 Prozent der Befragten veröffentlichen Fotos oder Videos von sich selbst. Je älter die Jugendlichen sind, desto mehr persönliche Informationen geben sie preis.