Freizeitgestaltung Jugendlicher stabil

Freizeitgestaltung Jugendlicher stabil

Die zweite JAMES-Studie zeigt: Jugendliche nutzen das Internet immer mobiler, setzen stark auf Smartphones und nutzen mehrere Medien gerne gleichzeitig auf verschiedenen Geräten. Weiter ergab die Befragung, dass Jugendliche sich in ihrer Freizeit trotz grösserem medialen Angebot sehr gerne mit Freunden treffen, Sport treiben oder musizieren.

Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat nach 2010 nun zum zweiten Mal im Auftrag von Swisscom das Nutzungsverhalten von über 1000 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren mit einer repräsentativen Umfrage erhoben. Gefragt wurden die Jugendlichen, wie ihr Alltag aussieht, welche Medien sie wie nutzen und wie sie kommunizieren. Die zweite Auflage lässt zwar noch keine Rückschlüsse auf langjährige Trends zu, jedoch lassen sich Tendenzen und Veränderungen ausmachen. So zeigt die Studie, dass bei Jugendlichen der Zugang zum Internet immer mobiler wird - der Anteil an Smartphones hat sich innert zwei Jahren mit 80 Prozent fast verdoppelt. Ausserdem geben zwei Drittel der Jugendlichen an, dass sie täglich oder mehrmals wöchentlich via Smartphone im Internet surfen (2010: 16 Prozent).


Generation ,,Second Screen" - Parallelnutzung von verschiedenen Medien

Die diesjährige Studie hat weiter ergeben, dass Jugendliche oft mehrere Medien zeitgleich nutzen. So hören sie Musik, während sie Nachrichten verschicken, ein YouTube-Video ansehen oder sich auf Facebook bewegen. Knapp die Hälfte der Befragten geben an, dass sie regelmässig im Internet surfen, während sie fernsehen. 59 Prozent sagen von sich, dass sie während des Fernsehkonsums telefonieren und SMS schreiben.

Die JAMES-Studie zeigt zudem, dass das Bewusstsein zum Schutz eigener Daten auf sozialen Netzwerken zunimmt. 84 Prozent der Nutzer von sozialen Netzwerken gaben an, dass sie ihr Profil aktiv schützen, indem sie den Zugriff einschränken. 2010 gaben lediglich 57 Prozent an, dass sie ihre Daten nur einer eingeschränkten Öffentlichkeit sichtbar machen.


Trotz grösser werdendem Angebot: Freizeitgestaltung verändert sich kaum

Die Studie unter der Leitung von Daniel Süss und Gregor Waller, MSc analysiert jedoch nicht nur das Medienverhalten, sondern erfragt auch die Freizeitgestaltung ohne Mediennutzung. So zeigt sich, dass das immer grösser werdende Angebot an neuen Medien und die immer vielfältigeren Zugangsmöglichkeiten kaum einen Effekt auf die Freizeitgestaltung der befragten Jugendlichen haben. Immer noch geben 79 Prozent (2010:80 Prozent) der Jugendlichen an, dass sie sich regelmässig mit Freunden treffen, Musik machen (32 Prozent, seit 2010 unverändert) oder etwas mit der Familie unternehmen (20 Prozent, 2010: 16 Prozent).

Die Studie wird nun detailliert ausgewertet, sodass auch regionale Tendenzen aufgezeigt werden können. Die fertige Studie ist Anfang 2013 verfügbar.