Sicherheit der Futtermittel ist gewährleistet

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Futtermittel stellen keine Gefahr für die Lebensmittelkette dar. (Foto: Agroscop

Futtermittel stellen keine Gefahr für die Lebensmittelkette dar. (Foto: Agroscope)

Bern, 27.02.2018 - Agroscope hat den Auftrag, die in der Schweiz in den Handel gebrachten Futtermittel für Nutzund Heimtiere (Petfood) zu kontrollieren. Im vergangenen Jahr wurden 1’390 Proben erhoben und analysiert. Einmal mehr stellt Agroscope fest, dass die Futtermittel keine Gefährdung der Lebensmittelkette darstellen.

Im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle erhob Agroscope im Jahre 2017 1’217 Proben von Futtermitteln für Nutztiere, d.h. der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere, sowie 173 Proben von Futtermitteln für Heimtiere, insbesondere Hundeund Katzenfutter. Inspektionen wurden in mehr als 430 Produktionsoder Handelsbetrieben durchgeführt.

Keine Gefährdung der Lebensmittelkette

Die zahlreichen Analysen, welche in Nutztierfuttermitteln auf Kontaminanten und anderen Parametern, welche für die Gesundheit der Tiere und der Konsumentinnen und Konsumenten relevant sind, gaben keinen Anlass zu Beanstandungen, was für die Sicherheit der Lebensmittelkette ein sehr gutes Zeichen darstellt.

59.4% (723) der untersuchten Nutztierfutterproben gaben keinerlei Anlass zu Beanstandungen. 196 Proben (16.1%) wurden leicht wegen Etikettierungsfehlern beanstandet und 298 Proben (24.5%) waren nicht konform. Diese Nicht-Konformitäten beziehen sich auf Inhaltsstoffoder Zusatzstoffgehalte, welche von den deklarierten Werten abweichen. Erfreulich ist zu vermerken, dass nur 29 Proben (2.4%) zu schwerwiegenden Beanstandungen führten, welche auf eine Summe von verschiedenen geringfügigen Mängeln zurückzuführen sind. Ein Futtermittel für Pferde musste aufgrund von ungenügender mikrobiologischer Qualität vom Markt genommen werden.

Agroscope betont, dass diese Resultate nicht einer schlechten Gesamtsituation auf dem Schweizer Markt entsprechen, da die Futtermittelproben risikobasiert gezogen und untersucht werden.

Sämtliche untersuchten Bio-Futtermittel (75 Proben) waren konform und die Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Organismen GVO (368 Proben) gaben keinen Anlass zu Beanstandungen.

Heimtierfuttermittel weiterhin im Fokus

Von den 173 bei Herstellern und Importeuren sowie Wiederverkäufern erhobenen Proben von Heimtierfuttermitteln gaben 59.5% (103 Proben) keinerlei Anlass zu Beanstandungen. 57 Proben (32.9%) wiesen von der Deklaration abweichende Gehalte ausserhalb der gesetzlichen Toleranzen auf, 42 davon zudem Mängel in der Deklaration. Zu Beanstandungen mit schwerwiegenden finanziellen Konsequenzen gaben sieben Proben Anlass: In fünf Körnermischungen für Vögel wurde eine Überschreitung des Höchstgehalts an Ambrosiasamen festgestellt und in zwei Proben wurde deklarationspflichtige GVO-Soja festgestellt. Ein weiterer Fall betraf ein Ergänzungsfuttermittel für Hunde, welches aufgrund von sich wiederholenden Mängeln beanstandet wurde.