Pollenstudie «Ally Science» 2018: gelungener Start für die Allergieforschung

 (Image: Pixabay © CC0)

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Zum Höhepunkt der Pollensaison 2018 ist mit «Ally Science» eine neuartige Forschungsplattform gestartet: Pollenallergiker geben via Smartphone-App ihre Allergiesymptome ein; die anonymisierten Daten fliessen in die Allergieforschung. Längerfristiges Ziel ist der Aufbau einer Plattform für Umweltepidemiologie und für Frühwarnsysteme für Pollenallergiker.

Die Berner Fachhochschule BFH und das Universitätsspital Zürich haben im April 2018 die App «Ally Science» für Pollenallergiker veröffentlicht. Nun liegen die Ergebnisse der Pilotstudie vor. In der ersten Phase des Projekts haben knapp 8’000 Menschen mitgemacht und über 24’000 Symptomeinträge über die Studiendauer von 89 Tagen eingetragen. Die gesammelten anonymisierten Daten zeigen, dass das Prinzip funktioniert: Es gibt eine gute Übereinstimmung zwischen den pflanzenart-spezifischen Pollenprognosen von MeteoSchweiz und den Rückmeldungen der Teilnehmenden. Viele Teilnehmende geben mehrere Allergien an und melden dann auch entsprechende Symptome. Auch zeigt sich, dass die Nasenund Augensymptome am direktesten mit der Pollenbelastung korrelieren und 1-2 Tage nach Belastungsereignissen wieder abklingen, während Beschwerden der unteren Atemwege (Pollenasthma) mehrere Tage über den Pollenflug hinaus andauern. Dies war nicht unerwartet, zeigt aber die Qualität der Daten, selbst bei noch relativ geringer Anzahl von Symptomeinträgen. Die Kombination von Umweltund Symptomdaten funktioniert und wird die Basis für tiefergehende Auswertungen bilden. Aus den Daten war jeweils bereits um 10 Uhr morgens eine zuverlässige Aussage über die Beschwerdestärken des ganzen Tags ersichtlich - eine Voraussetzung für die Entwicklung von symptombasierten Frühwarnsystemen.

Aufbauend auf den Erkenntnissen aus der Pilotstudie 2018 geht «Ally Science» 2019 in eine zweite Phase mit einer weiterentwickelten App und der Verbindung zu Technologien, die Pollenbelastung in Echtzeit messen.

Allergiebetroffene Personen können bereits jetzt, mit dem Beginn des Haselpollenfluges, in der App «Ally Science» ihre Symptome erfassen. Damit neue Erkenntnisse in der Allergieforschung gewonnen werden können, ist das Forschungsteam weiterhin auf die zahlreiche Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger angewiesen.

Projektpartner

«Ally Science» wird ermöglicht durch folgende Partner aus den Bereich Gesundheit, Technologie und Datentreuhand:

- Allergiestation, Klinik für Dermatologie, UniversitätsSpital Zürich
- Institute for Medical Informatics I4MI, Berner Fachhochschule
- MIDATA Genossenschaft
- Dyson SA
- ELCA Informatik AG

Infos und Download «Ally Science»-App: www.allyscience.ch
Infos MIDATA-IT-Plattform: www.midata.coop
Logo: Logo Ally Science

Berner Fachhochschule, Technik und Informatik, Sigrid Loosli, Kommunikation/PR, Email , T +41 (0)32 321 62 16

Dyson SA, Naemi Heiniger, Email , T +41 (0)44 200 30 73

ELCA Informatik AG, Didier Plaschy, Email , T +41 (0)76 355 86 26

aha! Allergiezentrum Schweiz, Bettina Jakob, Email , T +41 (0)31 359 90 45

University Hospital Zurich Foundation, Corinna Adler, Email , T +41 (0)43 254 55 00

Superhuit, Sebastian Haag, Email , T +41 (0)21 652 68 88

MeteoSchweiz, media [at] meteoschweiz (p) ch, T +41 (0)58 460 97 00

vitagate.ch, Heinrich Gasser, Email , T +41 (0)32 328 50 43