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Hypatia in der Blüte ihres Lebens. Bild: Empa

Hypatia in der Blüte ihres Lebens. Bild: Empa

Hypatia, der gemeinsame Clusterrechner der Empa und der Eawag, ist nicht mehr. Am 10. März wurde die brave und schnelle Helferin für wissenschaftliche Simulationen im Keller der Empa abgebaut und auf Lastwagen einer Entsorgungsfirma verladen. Viele Komponenten des Grossrechners werden nun an anderen Orten ein neues Leben beginnen. Hypatia war nach einer der wenigen Wissenschaftlerinnen der Antike benannt, die im 4.Jahrhundert in Ägypten lebte.

Das Ende kam nicht etwa plötzlich oder unerwartet, sondern durchaus geplant. 2007 hatte die Empa mit dem Aufbau des Clusterrechners begonnen, der aus preisgünstigen Standardbauteilen bestand, die einfach zu warten sind. Damals war dies günstiger, als Daten mittels Datenleitung ins «Swiss National Supercomputing Center» (CSCS) nach Lugano zu schicken.

Hypatia war eine echte Allrounderin; sie berechnete komplexe Atmosphärenmodelle und die Luftschadstoffverteilung in Städten, Lärmsimulationen für den Flugverkehr, aber auch Molekülsimulationen für Nanowissenschaftler und Daten für chemische Materialanalysen.

Mit 14 Jahren hatte der Clusterrechner dieses Jahr nun ein stattliches Alter erreicht. Eine neuerliche Analyse ergab, dass es inzwischen günstiger und praktischer ist, Rechenaufgaben per Datenleitung ins Tessin zu senden und am CSCS durchführen zu lassen. Hypatia bleibt also an der Empa ohne Nachkommen.

Ein stilles Adieu: Der technische Betreuer Patrik Burkhalter und der wissenschaftliche Projektleiter Daniele Passerone schicken den Clusterrechner in Pension. Bild: Empa


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