Belastete Sedimente können entscheidend sein

    -     English  -  Français
Entnahme von Sedimentproben am Schaffhauser Hoobach. (Foto: Andri Bryner, Eawag)

Entnahme von Sedimentproben am Schaffhauser Hoobach. (Foto: Andri Bryner, Eawag)

Ein Ziel der Schweizer Gewässerschutzverordnung ist, dass Sedimente am Grund von Bächen, Flüssen und Seen keine schwer abbaubaren Stoffe enthalten und auch keine Stoffe anreichern, die eine schädliche Wirkung auf Lebewesen haben. Trotzdem fehlte in der Schweiz bisher - anders als beim Wasser - eine einheitliche Bewertungsstrategie für Sedimente. In einem fast sechs Jahre dauernden Projekt unter Federführung des Oekotoxzentrums wurde nun zusamen mit Expertinnen und Experten der Eawag, von anderen Instituten sowie mit kantonalen Gewässerschutzfachstellen und dem VSA eine solche Strategie entwickelt.

Von der Probenahme bis zur Beurteilung

Der kürzlich publizierte Expertenbericht erläutert, wie der chemische Zustand von Sedimenten verlässlich Überwacht und beurteilt werden können. Die Strategie umfasst Verfahren zur Probenahme und zur Probenvorbehandlung für die chemische Analyse. Zudem enthält sie eine Stoffliste, die für das regelmässige Sedimentmonitoring vorgeschlagen wird, Sedimentqualitätskriterien (EQSsed) für diese Schadstoffe sowie ein mehrstufiges Bewertungssystem, welches sich an das Modul-Stufen-Konzept anlehnt. Die Strategie ist für den Routineeinsatz konzipiert und baut auf Methoden auf, die bereits in den Kantonen angewendet werden.


This site uses cookies and analysis tools to improve the usability of the site. More information. |