BFH konnte Drittmittelumsatz erneut steigern und zieht ein positives Fazit trotz finanzieller Herausforderungen

Vor gut einem Jahr haben wir drei zentrale gesellschaftliche Herausforderungen als strategischen Themenfelder verankert. Dass der Kurs richtig ist, zeigen die teils stürmischen Ereignisse aus dem Jahr 2023.

Die Berner Fachhochschule (BFH) hat im Geschäftsjahr 2023 ihr Wachstum in den Bachelorund Masterstudiengängen sowie in der Forschung und der Weiterbildung fortgesetzt. Damit hat sie die Erwartungen teilweise Übertroffen. Dennoch weist sie im Geschäftsbericht 2023 ein negatives Jahresergebnis im Umfang von 3,1 Mio. Franken aus.

Im Fokus des Geschäftsberichts steht der beeindruckende Zuwachs der Drittmittelerträge in der Forschung. Diese stiegen 2023 gegenüber Vorjahr um CHF 5,6 Mio. auf CHF 53,7 Mio. Seit 2019 steigerte die BFH ihren Drittmittelumsatz in der Forschung damit um beachtliche 46 %. Auch in der Weiterbildung erzielte die Hochschule ein Überdurchschnittliches Ergebnis, indem sie den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um CHF 1,4 Mio. steigerte, auf ein Allzeithoch von CHF 23,5 Mio.

Die positive Entwicklung zeigt sich ebenfalls in den Anmeldezahlen für das Herbstsemester 2023, die mit einem Plus von 4 % deutlich über dem Vorjahreswert lagen. Die BFH hat dadurch ihre Position sowohl in der Ausund Weiterbildung als auch in der Forschung gestärkt.

Dr. Sebastian Wörwag, Rektor der BFH, sieht diese Entwicklungen in der Praxisnähe der BFH begründet: ’Wir sind erfreut, dass unsere konsequente Ausrichtung auf gesellschaftliche Relevanz sich in Forschung, Weiterbildung und den Anmeldezahlen für die Studiengänge widerspiegelt.’

Finanzielle Herausforderungen und nachhaltige Lösungsansätze

Neben diesen Erfolgen stellte das vergangene Jahr die BFH auch vor finanzielle Herausforderungen. So führten die vom Regierungsrat beschlossene Lohnerhöhung von 2.0% der Lohnsumme und die gestiegenen Energiekosten zu nicht gedeckten Zusatzaufwänden von insgesamt CHF 4,7 Mio. Der Kantonsbeitrag von CHF 120,1 Mio. erhöhte sich nur geringfügig um 0,7 % und macht 35,6 % der Gesamterträge der BFH aus. Die strukturelle Unterfinanzierung, vor allem durch die nicht finanzierten kantonalen Lohnmassnahmen und das Nicht-Mitwachsen des Kantonsbeitrags mit dem BFH-Wachstum, bleibt eine Herausforderung, die nur durch eine entsprechende Zusatzfinanzierung durch den Kanton gelöst werden kann.

Das betriebliche Ergebnis für 2023 beläuft sich auf CHF - 6,7 Mio., im Vergleich zu CHF - 2,5 Mio. im Vorjahr. Erfreuliche Entwicklungen an den Finanzmärkten haben es ermöglicht, den Jahresverlust auf CHF - 3,1 Mio. zu reduzieren.

Weiterhin auf Kurs - proaktive Strategie und gesellschaftliches Engagement

Die BFH bleibt nicht nur in einem herausfordernden Umfeld auf Kurs, sondern betont ihr proaktives Engagement bei der Entwicklung nachhaltiger Lösungen zugunsten unserer Gesellschaft. Die vor einem Jahr eingeführten strategischen Themenfelder wie Nachhaltige Entwicklung, Humane Digitale Transformation und Caring Society haben sich in diesem Bereich als wegweisend erwiesen. Die BFH zeigt im Geschäftsbericht 2023, wie sie sich für eine nachhaltige, menschliche und sozial verantwortungsbewusste Zukunft im Kanton Bern und darüber hinaus einsetzt.

Die 7829 Studierenden in Bachelorund Masterstudiengängen sowie 2300 Studierenden in der Weiterbildung bestätigen die Attraktivität der Bildungsangebote. Mit 7 Departementen, 2857 Mitarbeitenden und 1901 Vollzeitstellen bleibt die BFH eine wichtige Akteurin im Bildungssektor.

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.