Bildungsstand der Eltern beeinflusst Überlebenschance von Kinder-Tumorpatienten

Eine neue Studie zeigt, dass die Überlebenschance bei Kindern mit Hirntumoren stark vom Bildungsstand der Eltern abhängt. Die Wahrscheinlichkeit zu Überleben war bei Kindern von Eltern mit tiefem Bildungsniveau bis zu 20% tiefer im Vergleich zu Kindern von Eltern mit hoher Bildung.

Basierend auf Daten des Schweizer Kinderkrebsregisters und der Schweizer Volkszählung, untersuchten die Forscher den kontrovers diskutierten Zusammenhang zwischen Sozioökonomischem Status (SES) und dem Überleben von Kindern mit Tumoren des Zentralen Nervensystems (ZNS).

Für die Untersuchung dieses Zusammenhangs in einem Land wie der Schweiz mit einer obligatorischen Krankenversicherung und einem hochklassigen Gesundheitssystems, analysierten die Forscher verschiedene Masse für SES (Ausbildung der Eltern, Wohnraum pro Person, SES-Index des Wohngebiets) und unterschiedliche Tumorgruppen. Dabei fanden Sie einen bis anhin nie gezeigten Unterschied im 5-Jahresüberleben von Kindern mit ZNS-Tumoren.

Die Sterbewahrscheinlichkeit von Kindern mit Eltern eines tieferen Bildungsniveaus war fast doppelt so hoch. Die Eliminierung dieser sozioökonomischen Ungleichheit würde das Überleben der Kinder von ungefähr 55% auf 75% Überlebenswahrscheinlichkeit 5 Jahre nach der Diagnose erhöhen. Der im Fachjournal ‘International Journal of Cancer’ publizierte Artikel zur Studie unterstützt die Bestrebungen, dass Krebstherapien auch in der Schweiz noch mehr standardisiert werden müssen. Damit kann ein Zugang zur best möglichen Gesundheitsversorgung für alle Patienten garantiert werden.

Link to the article:
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ijc.30029/abstract

Mediacoverage

www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/hirntumor-benachteiligte-kinder-sterben-eher/story/14951015

Corresponding Author:

Dr. Martin Adam, Swiss TPH

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