Bundespräsident Berset präsentiert Ziele der Schweiz an UNO-Klimakonferenz COP28

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Bundespräsident Alain Berset hat die Schweiz am Freitag, 1. Dezember 2023, am Treffen der Staatsoberhäupter zur Eröffnung der 28. UNO-Klimakonferenz (COP28) in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) vertreten. Wichtiges Thema der Konferenz ist, wie sich das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, in Reichweite halten lässt. Im Zentrum der diesjährigen COP steht der sogenannte «Global Stocktake», in dessen Rahmen die Staaten zum ersten Mal gemeinsam Bilanz über die Fortschritte ziehen, die unter dem Pariser Übereinkommen erreicht wurden.

Die COP28 sei mit der ersten globalen Bestandesaufnahme zu den Fortschritten im Rahmen des Pariser Abkommens ein «Schlüsselmoment», betonte der Bundespräsident: «Es ist der letzte Moment, um zu handeln und das Ziel zu erreichen, dass die globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf 1,5 Grad begrenzt bleibt.» Gemäss wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die globale Durchschnittstemperatur im Vergleich zum vorindustriellen Niveau bereits um 1,1 Grad gestiegen. Für die Schweiz bedeutet eine globale Erwärmung um ein Grad aufgrund ihrer Lage jeweils eine Erwärmung um zwei Grad. Das Abschmelzen der Kryosphäre und damit der Gletscher beschleunigt sich. In 2022 und 2023 - zwei Extremjahren - schrumpfte das Volumen der Schweizer Gletscher um 10 Prozent.

Ohne schnelles und kohärentes Handeln der Weltgemeinschaft werde sich die Situation weiter verschlechtern, betonte der Bundespräsident. Die Chance, das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, könne nur genutzt werden, wenn sich alle Staaten engagierten. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass der «Global Stocktake» die Lücken in der Verminderung der CO2-Emissionen, in der Anpassung an den Klimawandel und bei der Klimafinanzierung aufzeigt. Daraus sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Die Schweiz fordert in Dubai zudem Beschlüsse zum Ausstieg aus Él und Gas bis 2050 und Kohle bis 2040. Ein weiteres Thema auf der Agenda war der an der COP27 beschlossene Fonds für Verluste und Schäden. Die Staaten haben sich am Eröffnungstag auf die Grundzüge des Fonds geeinigt. Dieser soll besonders die ärmsten und vom Klimawandel besonders betroffenen Länder unterstützen. Die Schweiz begrüsst, dass der Fonds schnell seine Arbeit aufnehmen kann. Sie hätte sich jedoch gewünscht, dass alle Länder, welche einen hohen Ausstoss und die finanziellen Mittel haben, zu Beiträgen aufgefordert werden.

Vor diesem Hintergrund und zur Umsetzung des Ziels, die Anpassungsfinanzierung zu verdoppeln, wird die Schweiz in den nächsten vier Jahren 135 Millionen Franken für den Grünen Klimafonds (Green Climate Fund, GCF) bereitstellen, 15 Millionen Franken für den Anpassungsfonds (Adaptation Fund, AF), 15 Millionen Franken für das Klimafenster der Afrikanischen Entwicklungsbank, 5 Millionen Franken für den Amazonasfonds und 1 Million Franken für das Santiago-Netzwerk. Dieses Netzwerk aus UNO-Institutionen und NGOs unterstützt von Katastrophen betroffene Länder mit technischer Hilfe, zum Beispiel beim Aufbau von Frühwarnsystemen.

Bundespräsident Berset und Bundesrat Rösti an der COP28
Der Bundespräsident nimmt im Rahmen der COP bis Samstag, 2. Dezember, auch an Diskussionen zur Klimafinanzierung und an der Lancierung des Klimaklubs der G7 teil. Ausserdem nutzt er die Konferenz für bilaterale Gespräche mit Repräsentantinnen und Repräsentanten anderer Staaten. Im Fortgang der Konferenz wird auch Bundesrat Albert Rösti, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), die Schweiz vertreten. Er reist voraussichtlich am Freitag, 8. Dezember, nach Dubai und wird sich an den Verhandlungen auf Ministerstufe und bei der Beschlussfassung der Konferenz einbringen. Unter anderem wird er mit mehreren Partnerländern weitere bilaterale Abkommen für Emissionsreduktionsprojekte unterzeichnen.

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