Bundesrat Guy Parmelin auf Wirtschafts- und Wissenschaftsmission in Südafrika

      -      English  -  Deutsch   -  Français  -  Italiano
Vom 5.−8. Juli 2022 wird Bundesrat Guy Parmelin, der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), mit einer grossen Wirtschaftsund Wissenschaftsdelegation nach Südafrika reisen. Während der Mission ist ein Gespräch mit Präsident Cyril Ramaphosa sowie die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding geplant. Ausserdem wird Bundesrat Guy Parmelin mehrere Minister treffen. Ziel des Besuchs ist es insbesondere, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu vertiefen und das Engagement der Schweiz zur Zusammenarbeit in Wirtschaft und Wissenschaft sowie im Bereich Arbeit und Beschäftigung zu bekräftigen.

In Pretoria wird Bundesrat Guy Parmelin von Südafrikas Präsidenten Cyril Ramaphosa zu einem Höflichkeitsbesuch empfangen. Zudem wird er Finanzminister Enoch Godongwana und Arbeitsminister Thulas Nxesi treffen. Er wird ein Memorandum of Understanding zur Zusammenarbeit im Bereich Arbeit und Beschäftigung unterzeichnen und das neue Programm «Productivity Ecosystems for Decent Work» lancieren. Am darauffolgenden Tag wird Bundesrat Guy Parmelin an einer Präsentation über das Square Kilometer Array Observatory (SKAO) teilnehmen. Ziel dieses Projektes, dem sich die Schweiz Anfang Jahr angeschlossen hat, ist der Bau des weltweit grössten Radioteleskops. Danach wird er die Universität von Pretoria und deren Forschungseinrichtungen im Bereich Engineering 4.0 besichtigen sowie ein in der mechanischen Industrie tätiges Schweizer Unternehmen besuchen. Den Abschluss des Tages bildet die Teilnahme an einem Business Forum Schweiz-Südafrika, in dessen Vorfeld sich der WBF-Vorsteher mit dem Vizeminister für Handel, Industrie und Wettbewerb Fikile Majola austauschen wird.

Am 7. Juli wird Bundesrat Guy Parmelin ein offizielles Gespräch mit dem Sondergesandten des Präsidenten für Investitionen Jeff Radebe führen, bevor er nach Kapstadt weiterfliegt, wo er die Universität Kapstadt besucht. Am 8. Juli schliesslich wird er sich an der Universität des Westkaps mit Studierenden und der Universitätsleitung austauschen.

Die offiziellen Gespräche werden Gelegenheit bieten, die aktuellen bilateralen Beziehungen im Bereich Wirtschaft und Wissenschaft sowie die entsprechenden Perspektiven und das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und der Südafrikanischen Zollunion (SACU) zu erörtern. Die Rahmenbedingungen für Investitionen und Geschäftsmöglichkeiten für den Schweizer Privatsektor werden ebenfalls Thema sein.

Der Vorsteher des WBF wird von rund 15 Vertretenden aus der Schweizer Wirtschaft und fünf Vertretenden aus der Schweizer Wissenschaft sowie vom Präsidenten der Aussenpolitischen Kommission des Ständerates begleitet.

Die Schweiz ist ein wichtiger Investor in Südafrika; rund 100 Schweizer Unternehmen verfügen über eine Niederlassung im Land. 2021 war Südafrika der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Afrika, mit einem Handelsvolumen von 4,4 Milliarden Franken. Die Schweiz hat ein Freihandelsabkommen (zwischen der EFTA und der SACU) und ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Südafrika abgeschlossen. Im Rahmen des Auftrags des Bundesrates zur Verbesserung des Zugangs der Schweizer Wirtschaft zu ausländischen Infrastrukturgrossprojekten gilt Südafrika als Schwerpunktland.

Auch für die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) ist Südafrika ein wichtiges Land. Die Prioritäten liegen hier bei der Förderung eines robusten Privatsektors, der die Ressourcen effizient einsetzt, und der Schaffung von günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um für Unternehmen und Investitionen attraktiv zu sein.

Die Schweiz und Südafrika verbindet ein bilaterales Abkommen über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit, das als Grundlage für ein zwei Säulen umfassendes bilaterales Forschungsprogramm dient. Die erste dieser beiden Säulen bildet das Mandat, das dem Schweizerischen Tropenund Public Health-Institut (Swiss TPH) vom Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) erteilt wurde und in dessen Rahmen das Swiss TPH zusammen mit der Universität Basel als Leading House für Subsahara-Afrika fungiert. Die zweite Säule besteht aus den gemeinsamen Forschungsprojekten, die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) koordiniert werden.

Am Rande der Wirtschaftsund Wissenschaftsmission wird das sechste Treffen des Gemischten Ausschusses Schweiz-Südafrika stattfinden.

This site uses cookies and analysis tools to improve the usability of the site. More information. |