Bundesrat verabschiedet Bericht zu den internationalen Aktivitäten der Schweiz im Bereich Berufsbildung

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Der Bundesrat hat am 13. Dezember 2019 den Bericht «Die internationalen Aktivitäten der Schweiz im Bereich der Berufsbildung» verabschiedet. Der Bericht kommt zum Schluss, dass die verschiedenen internationalen Tätigkeiten komplementär sind. Sie verstärken sich gegenseitig und werden durch die bestehende interdepartementale Koordinationsgruppe aufeinander abgestimmt. Verbesserungsbedarf gibt es aber bei der Kommunikation.

Der Bericht in Erfüllung des Postulats Hêche (17.3506) liefert eine systematische Auslegeordnung über die Ziele, die der Bund mit der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit (IBBZ) verfolgt:

  • Das für die Berufsbildung auf Bundesebene zuständige Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation setzt sich in Abstimmung mit den Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt für die Stärkung und Weiterentwicklung des Schweizer Bildungssystems auf nationaler und internationaler Ebene ein. Dies erfolgt über die Anerkennung von Diplomen, die Förderung der Mobilität und den Expertiseaustausch mit bildungssystemisch interessierten Ländern.
  • Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, das Staatssekretariat für Wirtschaft und das Staatssekretariat für Migration leisten mittels Berufsbildungsprojekten in Schwerpunktländern im Bereich der Entwicklungs-, Aussenwirtschaftsund Migrationspolitik einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.
  • Präsenz Schweiz und das diplomatische Aussennetz der Schweiz stärken die Visibilität der Schweizer Berufsbildung im Ausland und tragen im Sinne der Landeskommunikation zu einer positiven Wahrnehmung der Schweiz bei. Das Interesse anderer Länder an der Schweizer Berufsbildung kann auch zur Türöffnung für Anliegen der Schweiz beitragen.


Die interdepartementale IBBZ-Koordinationsgruppe fördert den Informationsaustauch unter den Bundesstellen.

Sie triagiert externe Anfragen und pflegt den Kontakt zu einem Netzwerk von nationalen Akteuren. Je nach Themenbereich bilden sich ad-hoc Fachgruppen, um Kompetenzen zu bündeln und Synergien zu nutzen. Ausserdem verhindert das Gremium potenzielle Zielkonflikte und strategische Widersprüche.

Eine neues beziehungsweise zusätzliches Steuerungsorgan («Task-Force»), wie im Postulat beschrieben, ist nach Ansicht des Bundesrats weder nötig noch sinnvoll. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es allerdings in der Kommunikation. Der Bericht leistet bereits einen Beitrag dazu, ein besseres Verständnis für die verschiedenen strategischen Ziele, Zuständigkeiten, Schwerpunkte sowie Interventionslogiken und -möglichkeiten der Bundesstellen zu schaffen.

Die Stärken der Schweizer Berufsbildung wecken in den letzten Jahren zunehmend das Interesse ausländischer Staaten. Die Schweizer Berufsbildung zeichnet sich unter anderem durch hohe Arbeitsmarktorientierung, die Dualität von Praxis und Theorie, qualitativ hochstehende Bildungsangebote sowie Anschlussund Karrieremöglichkeiten im weiteren Bildungssystem aus. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei die verbundpartnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt